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Zwischen PR und Journalismus

Journalisten sind fest angestellt oder als Freelancer (selbstständige Freiberufler) in der Berichterstattung für verschiedene Medien tätig. Sie sind auf ihre unabhängige Berichterstattung stolz.
Der PR-Profi (Public Relations) wird von vielen Journalisten alter Schule als „ gekaufte Seele “ angesehen, der für ein Honorar auf kritische Positionen verzichtet.
In den letzten Jahren, wo Medienkrisen die Auftragslage erschweren, haben viele Journalisten für sich das Berufsfeld der PR-Arbeit als lukrative Erwerbsquelle entdeckt. Das führte in beiden Branchen zu lebhaften Debatten. Waren die Verantwortlichen in der Vergangenheit davon überzeugt, das nur wenig erfolgreiche Journalisten in die PR-Branche wechseln, zeigt die heutige Erfahrung, dass es eine Spezialisierung bedeutet.
Für Journalisten die einen „fliegenden Wechsel“ in die Branche der Public-Relations vorbereiten, ist eine echte Identifikation notwendig, um zu guten Ergebnissen zu kommen. Korrekterweise betrachten sie sich als Dienstleister, die im Auftrag eines Unternehmens, einer gemeinnützigen Organisation, einer Behörde, einer politischen Partei oder einer Einzelperson professionell Beziehungen zur Öffentlichkeit aufbauen und pflegen. So gesehen sind Journalisten und Public Relation Profis Partner und keine Gegner.

Eine reibungslos funktionierende Kooperation zwischen Journalisten und Presseinformanten hat viele Vorteile. Journalisten sind bei ihrer Berichterstattung auf gründlich vorbereitete Pressetexte angewiesen. Diese können nur von einem erfahrenen Öffentlichkeitsarbeiter erstellt werden. Er weiß worauf die verschiedenen Medien bei einem Text Wert legen; welche Informationen wie verpackt sein müssen.

Freiberufliche PRler und Journalisten stecken häufig in der Zwickmühle für beide Branchen zu arbeiten. Dabei ist es unerlässlich die Aufträge sorgfältig getrennt wahrzunehmen. Journalisten sind darin geschult, punktgenau und kritisch Sachverhalte anzuzweifeln, Fragen zu formulieren, Schein von Wirklichkeit zu scheiden und mitunter der „ Stock im Wespennest ” zu sein. Diese Fähigkeiten sind bei der PR-Arbeit nicht erforderlich. Dort ist Auftragskommunikation mit einem ausgewogenen Maß von Kritik, Loyalität und Diplomatie gefragt.

Der Freiberufler muss sich bei der Arbeit in beiden Branchen jeweils im Klaren sein, für welche der Branchen er jetzt gerade tätig ist und in dem Sinne praktizieren.
PR-Profis verwenden für eine erfolgreiche Auftragsakquise viel Zeit. Sie tragen sich oft in einer Art Auftragsplattform ein, wo Auftraggeber und Auftragsnehmer zusammentreffen und dann voneinander profitieren.

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