Psychosen und Neurosen 3.3.2 Zwangsneurosen
Als Zwangsneurose wird eine seltene Ausprägung eines Krankheitsbildes bezeichnet, daß sich vorwiegend in Störungen des Denkens und des Handelns äußert. Als Zwang bezeichnet man bestimmte, immer wiederkehrende Vorgänge wie Gefühle, Handlungen oder Vorstellungen, die von dem Patienten als lästig und quälend erlebt werden, obwohl er sich darüber im klaren ist, daß die erwähnten Vorgänge völlig unsinnig sind. Hierbei handelt es sich um Zwangsgedanken und Zwangshandlungen.
Ein Zwangsgedanke istder Betroffene immer wieder fragt, ob die Tür verschlossen oder die Herdplatte abgestellt ist. Zu den Zwangshandlungen gehören z. B. der Waschzwang.
Ursache
Eine Angst kann sich bei einer Neurose sehr stark manifestieren. Bei der Zwangsneurose wird sie bereits bei ihrem Entstehen abgewehrt. Die Zwänge sollen die Angst magisch verbannen. Das Zeremoniell der Zwangshandlung soll die Angst und das darauffolgende Unheil abwehren.
Therapie
Um Zwangsneurosen zu behandeln, muß der Therapeut erst die dadurch unterdrückte Angst ausfindig machen und dem Neurotiker vermitteln, wie er mit dieser Angst anders umgehen kann. Erst danach kann eine “Umerziehung” der von dem Patienten erlernten Fehlhandlungen oder auch Zwangshandlungen erfolgen. Hierzu gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten wie Gruppentherapie, autogenes Training, Hypnose, Verhaltenstraining und psychoanalytische Verfahren.
Bestandteil des Referats “Psychosen und Neurosen” … zum Inhaltsverzeichnis