Zahnästhetik im 20. Jahrhundert
Veneers (engl. Funier) sind hauchdünne (ca. 0,3 mm) Keramikblenden, die mittels eines Spezialklebers auf die Zähne im Frontbereich des Gebisses aufgebracht werden. Veneers sind vor allem geeignet zur kosmetischen Korrektur von Zahnverfärbungen, die mittels Bleaching nicht mehr entfernt werden können. Auch bei leichteren Schiefstellungen und kleineren Absplitterungen des Zahnschmelzes, sowie bei zu kleinen bzw. kurzen Zähnen stellen Veneers ein geeignetes Mittel zur Korrektur dar.
Vor Aufnahme der Behandlung empfiehlt es sich, eine professionelle Zahneinigung durchzuführen, um einen hygienefähigen Zustand im Mundraum zu schaffen. Außerdem sollten alte Füllungen überprüft und gegebenenfalls erneuert werden.
Im darauffolgenden Schritt wird durch einen Farbabgleich mit den Nachbarzähnen der passende Farbton der Veneers festgelegt. Dabei ist insbesondere auf ein möglichst natürliches Erscheinungsbild zu achten.
Um eine möglichst gute Haftung der Verblendschalen zu garantieren, müssen die betreffenden Zähne leicht angeschliffen werden. Von den beschliffenen Zähnen wird anschließend ein Abdruck genommen und an ein Zahnlabor geschickt, wo Zahntechniker die exakt an die Anforderungen des Patienten angepassten Veneers anfertigen.
Manche Zahnärzte fertigen die Veneers auch selbst an und passen diese in ihrer Praxis an den Patienten an, was den Vorteil hat, dass die gesamte Behandlung auch in einer einzigen Sitzung durchgeführt werden kann.
Im letzten Schritt werden die fertig angepassten Veneers mit einem Spezielklebstoff auf den Zahn oder die Zähne aufgeklebt. Diese Verbindung ist hochfest und gewährleistet einen zuverlässigen Halt der Veneers über viele Jahre hinweg.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Zahnersatz bzw. Kronen muss bei Veneers nur eine geringe Menge des Zahnmaterials abgeschliffen werden (ca. 0,3 mm anstatt bis zu 1,5mm bei herkömmlichen Kronen). Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Zahnsubstanz noch weitestgehend intakt ist und deshalb möglichst viel natürliches Zahnmaterial erhalten werden soll. Sind die betreffenden Zähne jedoch zu stark geschädigt, muss auf anderen Zahnersatz - wie z.B. eine Goldkrone, Zahnprothese oder ein Implantat - zurückgegriffen werden, da Veneers eine gewisse Eigenstabilität der Zähne erfordern.
Aufgrund der hervorragenden Materialeigenschaften lassen sich mit Veneers äußerst ansprechende Ergebnisse erzielen. Die äußerst belastbaren Keramikblenden (Zirkonoxid) weisen eine hervorragende Bioverträglichkeit auf und sehen aufgrund ihrer Lichtdurchlässigkeit fast wie echter Zahnschmelz aus. Gut gefertigte und angepasste Veneers sind daher nur noch durch den geübten Blick des Experten als Zahnersatz zu erkennen, was sie zu einer sehr hochwertigen und ästhetischen Lösung macht.
Aufgrund des aufwändigen Herstellungsverfahrens verursachen Veneeers jedoch sehr hohe Kosten, die weit über den Festzuschuss der Regelversorgung liegen. Die Preise können jedoch von Zahnarzt zu Zahnarzt teilweise recht stark variieren, weshalb man vor Aufnahme einer Behandlung mindestens eine 2te Zahnarztmeinung hinzuziehen sollte, um sich einen Überblick über die Preise zu verschaffen. Eine gute Möglichkeit Geld zu sparen bieten auch die diversen Preisvergleichsplattformen im Internet, die sich auf Gesundheitsleistungen, insbesondere im Bereich der Zahnmedizin, spezialisiert haben.
Kent McVeighn