Woher kommt der Boom der Hundeschulen?
Hundeschulen schießen heute wie Pilze aus dem Boden. Das hat mehrere Gründe. Die Hauptgründe sind zum einen, dass es immer mehr Leute gibt, die sich einen Hund anschaffen und zum anderen, und das ist wohl der Hauptgrund, dass die Gesetze zur Hundehaltung mehr und mehr verschärft werden. Das liegt einfach an den ganzen Vorfällen, die es insbesondere mit großen Hunden gibt, die dann – teilweise wie aus heiterem Himmel – doch jemanden angreifen.
Daher sollen Hundehalter, deren Hund größer als 40 cm Rückenhöhe ist, einen Hundeführerschein machen. Dieser Führerschein ist noch nicht Pflicht, wird aber empfohlen. Der Besuch einer Welpenschule bzw. einer Hundeschule kann mit einer Prüfung zur Erlangung des Führerscheins abgeschlossen werden. Für die meisten Hundehalter geht es aber darum, dass sowohl sie als auch ihr Hund lernen, ein Team zu werden. Auf diese Anforderungen haben sich heute auch die Hundetrainer eingestellt. Wurde früher in den Hundeschulen den Hunden nur Gehorsam beigebracht, teilweise wurden die Hunde sogar nur von den Hundetrainern geschult, geht es heute darum, dass Hundehalter und Hund zusammen lernen.
Dem Halter wird beigebracht, wie er erreichen kann, dass sein Hund gehorcht, ohne Druck ausüben zu müssen, und er lernt auch, wie der Hund reagiert. Es gibt Hunde, die sind wie Menschen; wenn auf sie Druck ausgeübt wird, reagieren sie mit Gegendruck. Das heißt nicht, dass sie einfach den Befehl, den der Mensch ihnen gegeben hat, ignorieren, nein, wenn diese Hunde angeschrieen werden, schreien, bzw. bellen sie zurück und schalten auf stur.
Damit Mensch und Tier sich verstehen bekommen die Hunde schon in der Welpenschule bestimmte Zeichen beigebracht, die dem Halter dann ermöglichen, seinen Hund zu „lenken“, ohne laut werden zu müssen.