Wie gestaltet man seine Bewerbung effektiv?
Neben der Qualifikation wird eines immer wichtiger bei Bewerbungen, Eigeninitiative zu beweisen. Es reicht nicht mehr, sich auf lauter Stellenanzeigen zu bewerben, die in Frage kommen. Solche Anzeigen sind derart überlaufen von Bewerbern, dass es dem Arbeitgeber kaum noch möglich ist, alle Bewerbungen intensiv zu studieren und auszuwerten. Darum passiert es oft, dass nicht die Bewerber mit den besten Qualifikationen eingeladen werden, sondern Bewerber mit der auffälligeren Bewerbung oder die Personen mit den angenehmsten Bildern.
Daher folgen auch immer die Standardtipps, wenn man Bewerbungen schreibt – professionelles Foto und irgendetwas, was die Mappe von den anderen absetzt. Dabei muss man aber immer noch aufpassen, dass die Bewerbung trotz allem professionell wirkt – ein schmaler Grad. Und dieses „irgendetwas“ ist auch nicht leicht mit Inhalt zu füllen.
Eine Bewerbung sollte daher, außer wenn es explizit anders gefordert ist, so aussehen, dass sie sehr schnell über die wichtigsten Kenntnisse und Fähigkeiten informiert. Egon Wahnsiedler, Experte im Bereich Bewerbungen und insbesondere Initiativbewerbung, empfiehlt hierbei: „Erstellen Sie Ihr Anschreiben stichpunktartig und erwähnen Sie schon dort Ihre wichtigsten Kenntnisse und Erfahrungen. Erstellen Sie außerdem ein Qualifikationsprofil, in dem alle Ihre Kenntnisse in Tabellenform oder stichpunktartiger Form aufgelistet sind. Qualifikationen haben dabei nichts im Lebenslauf zu suchen.“
Allerdings helfen diese Tipps alleine auch noch nicht, so sieht man sich bei einer Bewerbung weiterhin oft mehreren hundert Bewerbern gegenüber, und selbst wenn die Bewerbungsmappe optimal gestaltet ist, kann sie weiterhin noch von einem Personalmitarbeiter zur Seite gepackt werden, wenn er einen schlechten Tag hat.
Daher sollte man neue Wege gehen, und sich breit gefächert bewerben, am Besten mit einer Initiativbewerbung per E-Mail. Egon Wahnsiedler empfiehlt diese Methode und argumentiert: „Wenn man sich auf ein Stellengesuch bewirbt, dann hat man hunderte Mitbewerber. Wenn man sich initiativ bewirbt, tun das maximal 2-3 zur gleichen Zeit bei einer mittelständischen Firma.“ Ein weiter Vorteil der Initiativbewerbung ist, dass sich der Personalleiter bei Interesse intensiv mit dieser beschäftigen muss, da es für Initiativbewerbungen keine offenen Stellen gibt und daher diese erst geschaffen werden muss. Ohne ein studieren des Profils kann man aber nicht sagen, wie die Stelle auszusehen hat.