Wie funktionieren Armbanduhren?
Alle Armbanduhren, die über mindestens einen Uhrzeiger verfügen, sind mechanische Uhren. Dazu zählen unter anderem die Quarzuhren und die Automatikuhren. Sie unterscheiden sich lediglich durch Einzelheiten im Mechanismus. Im Groben ist der Mechanismus von mechanischen Armbanduhren jedoch gleich.
In jeder mechanischen Armbanduhr befindet sich eine Unruh. Die Unruh ist der Schwingkörper der Armbanduhr. Sie schwingt mit einer vorgegebenen Schwingungszahl. Diese Zahl wird durch die Unruhspirale bestimmt. Durch die Bewegungen der Unruh wird der Anker bei jeder Bewegung geschaltet. Die Bezeichnung Anker leitet sich von der Form dieses Bauteils ab. Es hat Ähnlichkeit mit einem Schiffsanker. Durch die Hin- und Herbewegung des Ankers wird der Antrieb des Schwingsystems, also der Unruh, gewährleistet. Das Ticken der Armbanduhren wird durch den Anker verursacht. Durch die Bewegung des Ankers wird es dem Gangrad ermöglicht, sich um einen Zahn weiterzubewegen.
Durch das Gangrad wird wiederum das Räderwerk betrieben. Ein Bestandteil des Räderwerkes ist das Minutenrad. Dieses ist dafür verantwortlich, dass sich der Minutenzeiger in einer 1/60 Umdrehung bewegt. Die Kraft, die durch das Minutenrad entsteht, wird auf das Zeigerwerk übertragen. Dabei wird sie durch ein Wechselrad umgewandelt. Dies ermöglicht, dass der Stundenzeiger eine 1/12 Umdrehung in der Stunde vollzieht, während der Minutenzeiger jede Minute weiter springt.
Um Armbanduhren auf die genaue Uhrzeit einstellen zu können, wird die Krone der Uhr benutzt. Diese befindet sich seitlich am Gehäuse. Bei manchen Armbanduhren wird die Krone auch zum Aufziehen der Uhr verwendet. Wird die Krone herausgezogen, können durch Drehbewegungen die Zeiger auf die entsprechende Uhrzeit verstellt werden. Dies wird durch eine Rutschkupplung, welche mit dem Minutenrohr verbunden ist, gewährleistet. Auf dem Minutenrohr ist der Minutenzeiger befestigt. Dadurch ist eine Übertragung der Drehungen der Krone auf den Minutenzeiger möglich.