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Weltkulturerbe Regensburg

Der 13. Juli 2006 ist in die Annalen der Stadt Regensburg eingegangen, denn von diesem Zeitpunkt ist die Altstadt mit Stadtamhof offizielles UNESCO-Welterbe. Welche unglaublichen Akzente dieses Prädikat und weltweite historische „Gütesiegel“ im Tourismus setzt und welche Maßnahmen damit verbunden sind lässt sich erahnen. Regensburg hat auch viel zu bieten. Sicherlich an erster Stelle zu nennen ist die Steinerne Brücke, die über Jahrhunderte die einzige zwischen Ulm und Wien war. Die Porta Prätoria ist neben der Porta Nigra in Trier das einzige Tor zu einem römischen Legionslager nördlich der Alpen. Die geschlossene Bebauung mit Bürgerhäusern aus dem Mittelalter waren jedoch der ausschlaggebende Grund für die Erhebung zum Weltkulturerbe, nicht der Dom (der übrigens erst im 19. Jahrhundert fertig gestellt wurde). Die Gäste werden Regensburg glücklicherweise mit anderen Auge kennen lernen dürfen und nun die erste Hauptstadt des bayerischen Stammesherzogtumes von einer anderen Seite zu betrachten wissen. Regensburg ist einfach mehr als das Haus Thurn & Taxis.

Nach über einem Jahr wurde bereits ein sehr positives Resümee über die „einzige authentisch erhaltene mittelalterliche Großstadt Deutschlands“ gezogen werden. Der faszinierende Mix aus den unzähligen historischen Facetten und pulsierendem Leben lässt die Besucherzahlen nach oben schnellen. Die Regensburg Tourismus GmbH verzeichnete 6,1 Prozent mehr Übernachtungen innerhalb der ersten drei Monate nach der Ernennung der Stadt. Der Anteil an ausländischen Gästen erhöhte sich um 3,9 Prozent. Besonders bei amerikanische Touristen scheint die Hauptstadt der Oberpfalz bestens anzukommen, die Übernachtungen aus den USA stiegen signifikant um 9,9 Prozent. Anfang 2007 glühten die Telefondrähte in der Regensburg Tourismus GmbH so heiß, dass sogar ein neues Callcenter eingerichtet werden musste. Dieses kostenlose Tourismusmarketing durch die UESCO ist mit Gold nicht aufzuwiegen.

M. Süß

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