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Urlaub in Umbrien - der Trasimenische See

Der Trasimenische See ist mit einer Fläche von 128 km² nach dem Comer See der viertgrößte See Italiens und wird oft auch als das Meer Umbriens bezeichnet.
Verwaltungstechnisch gehört der See zu Umbrien, aber aus kulturhistorischer und geografischer Sicht verschmiltzt die Gegend mit der Toskana. Der See befindet sich im Zentrum Italiens. In einem Umkreis von nur 100 Kilometern liegen 20% des Weltkulturerbes: Florenz, Perugia, Siena, Arezzo, Assisi, Orvieto, Gubbio und Spoleto und in weniger als 2 Stunden ist man im Zentrum von Rom.

Eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft erstreckt sich der See 20 km westlich von Perugia. Leider ist der Trasimenische See relativ seicht. Mit nur 4,5 bis 7 Metern Tiefe ist er zum Baden und Angeln nur bedingt geeignet, da sich insbesondere im Sommer das Wasser zu sehr erwärmt und umkippt. Tote Fische am Strand sind dann keine Seltenheit. In den Sommermonaten steigt die Wassertemperatur bis auf 25 Grad, Badegelegenheiten findet man vor allem an der Ost- und der Nordseite des Sees sowie in Castiglione.

Der See beherbergt drei Inseln: die Inseln Polvese, Maggiore und Minore.

Die Insel Polvese befindet sich im süd-östlichen Teil des Sees und ist mit fast 70 Hektar die größte. Im östlichen Teil der Insel ist ein Naturschutzgebiet in dem viele Vogelarten und Amphibien leben. Besonders interessant ist ein Spaziergang vorbei an den Überresten menschlicher Siedlungen. Die Insel-Chronik vermerkt im Jahr 1342 um die 500 Einwohner. Aufgrund der Malaria schrumpfte die Zahl beträchtlich, und 1772 waren gerade noch 80 Einwohner registriert. Heute ist die Isola Polvese unbewohnt. Vom Landungssteg führt ein Weg an einer Burgruine mit dem Kirchlein San Giuliano vorbei. Im hinteren Teil der Insel befinden sich die Mauerreste des Klosters San Secondo. Von San Feliciano wird die Insel täglich bis zu 10 mal mit einem kleinen Dampfer angefahren.

Mit 35 Einwohnern ist die Insel Maggiore die einzig bewohnte Insel. Die Insel mißt eine Fläche von 24 Hektar. Von Tuoro sul Trasimeno fahren kleine Dampfschiffe in regelmäßigen Abständen auf die Insel. An der Anglegestelle liegt das einzige Dorf, eine Reihe einfacher Steinhäuser. Jedes hat seinen eigenen kleinen Kanal bis vor die Haustür. Autos gibt es keine. Vor den Häusern sitzen die Männer und flicken Fischernetze. Die Frauen sitzen bei Klöpperarbeiten, die im kleinen Pavillon am Landungssteg verkauft werden.

Ein schattiger Fußweg führt vom Süden des Dorfes zur Klosterkirche San Francesco aus dem 14. Jahrhundert. 1890 wurde das Kloster mitsamt Kirche in das Schloss Isabella des Marchese Giacinto Guglielmi integriert. Seit 1999 ist das fürstliche Anwesen leider nicht mehr zugänglich. Hier an der Nordseite ist die Insel besonders üppig grün.

Die Insel Minore hat eine Gesamtfläche von nur 0,05 km² und ist dicht bewaldet. Zur Vegetation zählen hauptsächlich Tannen und Steineichen. Die Insel ist in Privatbesitz und kann nicht besucht werden.

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Artiekl verfasst von:

Agathe Freudenstein

agathe@elib.org

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