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Alternative Unternehmensfinanzierung - Factoring

Mit der Zahlungsmoral nehmen es nicht alle Kunden immer so genau. Kein Wunder dass viele Lieferanten teilweise monatelang warten, bis sie einen Zahlungseingang auf ihrem Konto verbuchen können. Kaum ein nichtzahlender Kunden bedenkt aber, dass auch Lieferanten Zahlungsverpflichtungen haben. Unternehmensinsolvenzen aufgrund dieses Kreislaufs gehören heute leider zur Tagesordnung. Jetzt kommt Factoring ins Spiel.

Beim Factoring können Sie Ihre Forderungen verkaufen. Hierbei kauft ein Factoring-Unternehmer (der Factor) die offenenForderungen eines Lieferanten für Waren oder Dienstleistungen gegen dessen Kunden auf. Als Gegenleistung bekommt der Rechnungssteller vom Factor den Rechnungsbetrag innerhalb von wenigen Tagen überwiesen. Allerdings werden hierbei nur zwischen 80-90% Prozent des Rechnungsbetrages überweisen, der Rest dient dem Factor als Sicherungseinbehalt für etwaige Mahnverfahren. Wird ein Mahnverfahren nicht notwendig, da der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt, werden auch die restlichen 10-20% Prozent an den Factoringkunden ausgezahlt.

Somit liegt das komplette Risiko eines Zahlungsausfalls beim Factor, während der Lieferant frei über den Rechnungsbetrag verfügen kann und somit eine hervorragende Liquidität hat, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.
Allerdings sichert sich auch der Factor gegen etwaige Zahlungsausfälle ab. Dies geschieht, indem er für jeden Kunden, dessen Rechnungen er ankaufen soll, eine Bonitätsprüfung vornimmt. Des weiteren legt er jeweils ein Ankaufslimit fest, bis zu dessen Grenze er Rechnungen ankauft. Ist die Grenze erreicht, kauft der Factor erst dann wieder Rechnungen dieses Kunden an, wenn dieser seinen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen ist.

Für seine Dienstleistung berechnet der Factor dem Lieferanten ein Factoringentgelt, dass sich aus den Zinsen für die Bevorschussung der Rechungen und Gebühren für z.B Bonitätsprüfungen und Bankgebühren, zusammensetzt.
Es gibt viele verschiedenen Formen des Factoring, von denen das Offenen-, das Stille- und das Halb-Offene-Factoring die Gängigsten sind. Beim Offenen Factoring wird der Kunde über die Abtretung der Rechung informiert. Beim Stillen Factoring bleibt ihm die Abtretung völlig unsichtbar und beim Halb-Offenen-Factoring wird ihm der eigentliche Vorgang der Abtretung auch nicht offenbart, jedoch erhält er die Bankverbindung des Factors.

Mithilfe des Factorings kann der Lieferant nicht nur das Risiko des Forderungsausfalls minimieren, sondern kann auch Ressourcen in seinem Unternehmen freisetzen und ggf. Kosten einsparen. Viele Factoringinstitute bieten neben der Übernahme des Ausfallrisikos auch die Übernahme der kompletten Debitorenbuchhaltung an.
Weiterführende Informationen über die Möglichkeiten beim Factoring sind im Deutschen Factoring - Portal zusammengestellt. Ebenso ist dort ein Kontaktmöglichkeit zu unterschiedlichen Factoring-Unternehmen gegeben, damit Sie direkt kostenlos und unverbindlich Ihr persönlich auf Sie abgestimmtes Factoringangebot für Ihr Unternehmen anfordern können.
Machen Sie es wie schon zahlreiche andere Unternehmen und nutzen Sie Factoring als alternative Unternehmensfinanzierung.

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