5.1.3 Traumquellen nach S. Freud - Der Traum - Referat
Es gibt verschiede Dinge, die uns veranlassen, zu träumen. In der psychoanalytischen Theorie unterscheidet man zwischen objektiven-, subjektiven- und organischen Sinneserregungen.
Unter den objektiven Sinneserregungen versteht man äußere Einflüsse, wie z.B. Hitze und Kälte. Unter subjektiven Sinneserregungen versteht man innere Einflüsse, wie Durst und Hunger. Unter organischer Sinneserregung versteht man innere Einflüsse, wie Magendruck und Blasendruck. Weiterhin geht Freud davon aus das jeder Trauminhalt sowohl aus der Vergangenheit und der Gegenwart stammt.(50)
Die aus der Vergangenheit, Kindheit stammenden Trauminhalte, auch Tiefentraum genannt, beruhen auf Erfahrungen und Erinnerungen, sowie den nach Befriedigung suchenden Triebregungen aus der Kindheit, die ihren Anspruch auch in der Gegenwart aufrecht erhalten. Die alltäglichen Erfahrungen der Gegenwart, wie Hoffnungen, Phantasien, Konflikte und Enttäuschungen, die bewußt oder unterbewußt erlebt werden, fließen ebenfalls mit in das Traumgeschehen ein. Diese Trauminhalte werden als Oberflächentraum bezeichnet.
Ein Traum besteht also immer inhaltlich aus alltäglichen seelischen Ereignissen, die auf Impulsen aus der Vergangenheit, infantilen (kindlichen) Wünschen treffen. Im Traum werden so infantile Triebregungen an die Oberfläche gebracht, die sonst weiterhin geschlummert hätten. Dementsprechend ist Freud der Meinung, daß Träume immer durch verdrängte Wünsche ausgelöst werden und daß ohne diese Wünsche Träume erst gar nicht erst entstehen würden.
Während wir schlafen, schläft auch das Ich. Nur so ist es möglich, daß unbewußte Wünsche und Impulse des Es in unser Bewußtsein gelangen.
Im Wachzustand wäre dies nicht möglich, da der Abwehrmechanismus des Ich die unbewußten Wünsche daran hindert, ins Bewußtsein zu gelangen. Das Sträuben des Ich sorgt laut Freud dafür, daß der Traum entstellt wird. Hierbei werden die Inhalte des Unterbewußten so verändert, daß sie vom Ich zugelassen werden können. Diese Arbeit leistet der Traumzensor, der vergleichbar mit der Abwehrfunktion des Ich im Wachzustand ist.
(50) vgl. Altman, Leon L. (1992). „Praxis der Traumdeutung“ (1. Auflage) Frankfurt am Main: Surkamp Verlag, S. 20
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