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5.2.6 Traumdeutung nach C.G. Jung - Der Traum - Referat

C. J. Jung geht davon aus, daß der Traum ein natürliches nächtliches Ereignis ist, das nicht aus den latenten Trauminhalten entsteht. Der Traum sagt also in seinem manifesten Trauminhalt genau das aus, was er auch meint. Sein Sinn liegt darin, daß eben dieses bestimmte Symbol oder diese bestimmte Handlung in ihm vorkommt und nicht irgendeine andere.
Jung unterscheidet zwei Sufen, auf denen ein Traum gedeutet werden kann: zum einen die Objektstufe und zum anderen die Subjektstufe.
Bei der Objektstufe steht der Trauminhalt in Bezug zu realen Ereignissen, d.h. die Traumfiguren sind konkret und nicht symbolisch zu verstehen, so,. daß die Traumfiguren und Symbole mit realen Objekten in der Außenwelt identisch gesetzt werden und der Traum die Beziehung des Träumers zu diesen Personen oder Objekten behandelt.
Bei der Subjektivstufe projeziert der Träumer Teile seines eigenen Unbewußten auf verschiedene Traumfiguren oder Symbole. Solche Projektionen sind Abwehrmechanismen und dienen dazu, eigene, nicht gelebte, gefürchtete Impulse und Wünsche anderen Menschen oder der Umwelt zu zuschreiben.
Jung verwendet ein weiteres Hilsmittel zur Deutung von Träumen, die Amplifikations-methode. Die Amplifikationsmethode ähnelt der freien Assoziation nach Freud. Jung hin-gegen unterteilt die Amplifikationsmethode in subjetive und objektive Assoziation. Unter der subjetiven Assoziation versteht er alle Einfälle, die sich auf die persönliche Lebensgeschichte und die individuelle Psyche des Patienten beziehen. (65)

Die objektiven Assoziationen beziehen sich auf die menschliche Kolletivpsyche (Mythologie, Ethologie, Religion, Mystik und Volksglauben). Diese Assoziationen können sowohl vom Patienten, als auch vom Analytiker erstellt werden. Die Ergründung des Traumsinnes besteht also bei ihm nicht darin, durch eine endlose Kette von Assoziationen auf etwas ganz anderes zu kommen, was dahinter versteckt wurde, sondern durch eine sorgfältige Anreicherung mit subjektiven und objektiven Ergänzungen, die Patient und Analytiker in gemeinsamer Arbeit erstellen, den Traumsinn zu erfassen. Demzufolge umkreist die Amplifikationsmethode das Traummotiv.

(65) vgl.: Diekmann, Hans (1972) “Träume als Sprache der Seele” (1. Auflage) Goldmann Pszchologie +Pädagogik- Verlag, S.180 ff
Bestandteil des Referats “Der Traum” .. zum Inhaltsverzeichnis

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