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5.1.6 Die Traumdeutung nach S. Freud - Der Traum - Referat

In der Zerlegung des manifesten Traums in seine latenten Trauminhalte besteht nach Freud die Traumdeutung. Die Deutung eines Traumes bezeichnet den umgekehrten Weg der Traumarbeit. Durch die Hilfe von Verdichtung, Verschiebung und Symbolik wurde aus den latenten Traumgedanken der manifeste Traum geschaffen.
Die Deutung erfolgt durch freie Assoziationen. Diese können in chronologischer Folge, wie sie erzählt werden, notiert werden. Es kann aber auch zuerst versucht werden, die Tagesreste herauszufiltern, oder erst die Elemente des Traums aufzuschreiben, die einem am klarsten und deutlichsten in den Sinn kommen. Hält man sich an diese Anknüpfungen, so kommt es oft dazu, daß man den Übergang von der scheinbar weit entfernten Traumwelt zum realen Lebens des Patienten hat. (55,56)

Die Erinnerungen, aber auch das Weglassen von Inhalten kann von Bedeutung sein, denn Widerstände, die zum Nicht-Erinnern führen, sind sichere Hinweise auf einen Konflikt.
Auch zu vergessenen Traumpartien ist eine Assoziation möglich, so daß eine Deutung des gesamten Traums möglich ist. Durch die Assoziation kann zu völlig verdrängten Kindheitserinnerungen vorgedrungen werden und sie können mit aktuellen Ereignissen, Konflikten und Wünschen verbunden werden. Nach Freud´s Überzeugung müßten Träume immer bis zu einem objektiven Vorgang im Leben des Träumers zurückinterpretiert werden können. Dieses Ereignis kann ebenso in der Phantasie, als auch in der Wirklichkeit stattgefunden haben.
Das Ziel der Deutung von Träumen liegt, laut Freud, darin, unbewußte oder blockierte Mechanismen aufzudecken. Dieses ist besonders in der Psychoanalyse ein wichtiges Ziel. Die Traumdeutung hilft dabei, Zugang zu dem Patienten zu finden und verdrängte Erlebnisse mit aktuellen Konflikten in Verbindung zu bringen.(57,58)

(55) vgl. Koppel, Glenn T. (1992). „Träumen und Traumdeutung“ (2. Auflage): S.37 ff
(56) vgl. Cokhead, Daavid u.A. (1990). „Träume – eine Bilddokumentation“ (Auflage) Frankfurt am Main: Umschau Verlag, S. 20 ff
(57) vgl. Koppel, Glenn T. (1992). „Träumen und Traumdeutung“ (2. Auflage): S.37 ff
(58) vgl. Müller, Dr. Hans F. (1980). „Das moderne Lexikon – in 20 Bänden“ (1. Auflage) Gütersloh: Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH / Bertelsmann Lexikon-Verlag, Band9, S. 200

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