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5.1.5 Die Traumarbeit nach S. Freud - Der Traum - Referat

Freud ist der Meinung, daß der latente und der manifeste Trauminhalt zwei Darstellungen derselben Inhalte sind. Diese Trauminhalte werden uns als eine Übertragung der Traumgedanken in eine andere Ausdrucksweise dargestellt, also die Umwandlung des latenten Trauminhalts in den manifesten Trauminhalt. Der Prozeß der Übertragung wird dabei Traumarbeit genannt und ist die dritte Komponente des Traumes.
Die unbewußten Inhalte des Es drängen sich dem Ich auf und gelangen teilweise in das Vorbewußte. Da sie in dieser Art und Weise nicht ins Bewußtsein gelangen können, werden sie entstellt. Diese wichtigen Abwehrmechanismen der Traumarbeit sind Verdichtung, Verschiebung. Auch die Symbolik ist Teil der Traumarbeit.
Um die Abwehrmechanismen der Traumarbeit verstehen zu können, muß man wissen, daß der Traum und die Traumarbeit zu den frühesten seelischen Prozessen gehören, d.h., zu den Primärprozessen.
Unter Primärprozeß versteht man eine „unmittelbare und unkontrollierte Erregungsabfuhr.“(52) Der Primärprozeß fordert Befriedigung und duldet keinen Aufschub. Er springt von einem Gedanken oder Bild zum nächsten, und so lassen sich auch die Mechanismen der Traumarbeit erklären. Außerdem macht diese Gegebenheit klar, weshalb die Träume meist unlogisch, unrealistisch und zusammenhangslos erscheinen.
Verdichtung bedeutet, daß mehrere Aspekte des latenten Traumes zu einem kurzen, manifesten Traum komponiert werden. Es werden die Darstellungen mehrerer Ideen oder Vorstellungen durch ein einziges Bild dargestellt. So werden z.B. bestimmte Eigenschaften mehrerer Personen der realen Welt im Traum auf eine Person projeziert.
Bei der Verschiebung handelt es sich um eine Verschiebung von emotionalen Inhalten auf eine andere, weniger bedeutsame Person oder Sache. Es werden emotionale bedeutsame Ereignisse von unwichtige überlagert, als ob sei für den Träumenden uninteressant wären.
Symbole entstellen genauso wie die Verdichtung und Verschiebung den latenten Traum-gedanken. „Symbole verbinden Gedanken miteinander, die irgendetwas miteinander gemeinsam haben, obwohl ihre Verwandtschaft nicht immer leicht zu erkennen ist.“(53)

Dies liegt daran, daß Symbole Primärvorstellungen sind. Sie beziehen sich nicht auf das vernünftige Denken eines Erwachsenen, sondern auf das infantile unbewußte Denken, daß typischerweise Objekte, die eine gewisse Ähnlichkeit aufweisen, gleichsetzt. Da der erwachsene Mensch die infantile Denkweise, deren Überreste die Symbole sind, nicht mehr kennt,kann er sie auch nicht mehr verstehen. Die Bedeutung der Symbole ist nach Freud sehr begrenzt, sie bezieht sich auf die ursprünglichen Interessen des Kindes, wie Geburt, Tod, den Körper und seine Funktionen, die Sexualorgane, und Menschen, insbesondere die Familienmitglieder.(54) Die Aufgabe der Symbolik besteht darin, daß eine Vorstellung durch eine andere, weniger zensierte Vorstellung ersetzt wird. Das Symbol bekommt somit die Funktion, auf problematische Inhalte hinzuweisen.
Symbole stehen nur selten für sich alleine, deshalb sollte man Symbole auch nicht von dem Rest des Traums oder vom Patienten abgetrennt betrachten.

(52) Zitat: Altman, Leon L. (1992). „Praxis der Traumdeutung“ (1. Auflage) Frankfurt am Main: Surkamp Verlag, S. 20
(53) Zitat: Altman, Leon L. (1992). „Praxis der Traumdeutung“ (1. Auflage) Frankfurt am Main: Surkamp Verlag, S. 28
(54) vgl.: Altman, Leon L. (1992). „Praxis der Traumdeutung“ (1. Auflage) Frankfurt am Main: Surkamp Verlag, S. 28
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