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Tischtennis

Tischtennis wird oft als schlechtere oder einfachere Tennis-Variante belächelt. Doch dies ist ein Irrtum, wie 1957 eine Frau bewies: Ann Haydon-Jones verlor alle drei WM-Endspiele im Tischtennis (Einzel, Doppel und Mixed). Nach diesem Misserfolg wandte sie sich dem Tennis zu und gewann Wimbledon.

Aber man braucht kein Profi zu sein, um Tischtennis zu spielen. Im wesentlichen benötigt man eine Tischtennisplatte, einen Ball und zwei Schläger. Ziel des Spiels ist es, Punkte zu bekommen, indem man selbst Fehler vermeidet und gleichzeitig Fehler des Gegners provoziert.

Jedes Spiel beginnt mit dem Aufschlag. Beim Aufschlag soll der Ball erst die eigene Seite der Tischtennisplatte berühren, dann auf die Seite des Gegners springen, auch hier exakt einmal aufkommen, bevor der Gegner den Ball wieder zurückspielt. Der Ballwechsel ist dann beendet, wenn einem der Spieler ein Fehler passiert. Das Aufschlagrecht wechselt immer nach zwei Punkten. Bei einem Tischtennis-Turnier werden immer mehrere Sätze gespielt. Der Spieler hat den Satz gewonnen, soblad er elf Punkte erreicht hat und mit mindestens zwei Punkten führt. Einen Punkt erreicht der Spieler, wenn dem Gegner ein Fehler unterläuft. Vier bis fünf Sätze sind bei professionellen Matches üblich.

Bei der WM in Prag 1936 geschah es, dass zwei Spieler zwei Stunden lang um einen einzigen Punkt kämpften. Um dies in zukunft zu vermeiden wurde das sogenannte Zeitspiel eingeführt. Voraussetzung für den Beginn der Sonderregel ist, dass der Satz bereits länger als zehn Minuten dauert und es noch keinem der Spieler gelungen ist, neun Punkte zu erreichen. Tritt das Zeitspiel ein, wechselt das Aufschlagrecht nach jedem Punkt. Gelingt es dem Aufschlaggegner dabei, den Ball dreizehnmal zurückzuschlagen, gehört ihm der Punkt.

Kerstin Becker, yari (@) gmx.net

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