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Telefone überall kaufbar

Seit dem Wegfall des Vertriebsmonopols durch die Post können Telefone und auch Fachgeräte im Handel erworben werden. Gab es früher nur eine begrenzte Auswahl an Telefonen, die ausschließlich bei der Post gemietet oder gekauft werden konnten, hat sich das Angebot auf eine Vielzahl von Modellen ausgeweitet.
Telefone mit Zusatzfunktionen sind ebenso im Angebot wie Telefone in außergewöhnlichen Formen.

Die Möglichkeit, Telefone nicht zu kaufen, sondern zu mieten, besteht jedoch nur bei wenigen Anbietern. Marktführer bei dieser Variante des Telefon-Erwerbs ist die Deutsche Telekom als Nachfolgeunternehmen der Post im Telekommunikationssektor. Jedoch weist die Telekom zunehmend auf die Mietmöglichkeit erst auf ausdrückliche Nachfrage hin.

Alle aktuellen Modelle für Festnetz-Telefonie haben gegenüber den früheren einfachen Wählscheiben- oder Tastentelefonen des damaligen Monopolisten für Endgeräte einen Nachteil. Sie sind auf eine externe Stromversorgung angewiesen, während die alten Modelle mit der geringen Strommenge auskamen, die durch die Telefonleitung fließt.
Damit waren sie auch bei Stromausfällen verwendbar, während der Telefonbenutzer heute dann auf ein vorher aufgeladenes Handy angewiesen ist.

Während der Monopolzeit wurden defekte Telefone kostenfrei repariert oder ausgetauscht. Nach dem Wegfall des Vertriebsmonopols wurde dieser Service eingestellt; ein defektes Telefon wird auch seitens der Telekom nur noch während der Garantiezeit kostenlos repariert und muss dazu vom Kunden vorgelegt werden. Jedoch sind Telefone durch die starke Konkurrenzsituation auf dem Markt so preiswert geworden, dass bei einem Defekt ein Neukauf zumeist die billigere Lösung darstellt.

Die daraus resultierende Wegwerfmentalität mag man bedauern, aber vermutlich ist das einfach ein Zeitphänomen, mit welchem man sich abfinden muss. Stattdessen sollte man seine Wahrnehmung auf den Sachverhalt richten, dass die Aufgabe des Telefonmonopols der damaligen Post, die Auswahl und die Qualität der am Markt verfügbaren Varianten deutlich erhöht hat.

Klaus-Martin Meyer

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