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Suchmaschinen-Optimierung für Shops: Weiterbildung ohne Sinn und Verstand

In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat die Arbeitswelt radikale Veränderungen durchgemacht. Dort, wo früher Tausende in der Produktion schufteten, stehen heute Maschinen, die die Arbeit schneller, billiger und präziser erledigen. Man braucht gar keinen komplizierten Preisvergleich anstellen, Tatsache ist, dass die einmalige Anschaffung eines teuren Geräts dem Unternehmen viel billiger kommt als die Bezahlung vieler Arbeiter. Aber nicht nur in den Produktionsstätten wurden Arbeitsplätze abgebaut. Auch bei Banken, Versicherungen und im Öffentlichen Dienst wurden Stellen gestrichen, deren Inhaber Tätigkeiten ausführten, die heute vom Computer erledigt werden. Auch hier erübrigt sich ein Preisvergleich; mit der hochgezüchteten Software kann kein menschliches Gehirn mithalten.

Was bedeutet das alles nun? Das es heute so gut wie überhaupt keine Jobs mehr gibt, und dass man sich mit hohen Arbeitslosenzahlen abfinden muss? Nein, das bedeutet es eben nicht! Denn ein Wandel der Arbeitswelt bedeutet eben nicht nur Abbau von Jobs, sondern auch Schaffung von neuen Berufsbildern. Medienberater, PR-Spezialist, Veranstaltungskaufmann, Software-Ingenieur: Das sind Berufe, in denen noch vor 15 Jahren nur wenige Menschen arbeiteten, beziehungsweise die noch gänzlich unbekannt waren. Eins sollte dabei nicht verschwiegen werden: Die Versicherungen der Umschulungs- und Weiterbildungsindustrie, ein jeder könne sich in der neuen Arbeitswelt mit ein bisschen Anstrengung leicht zurecht finden, sind absoluter Quatsch. Einem 50jährigen arbeitslosen Maurer bringt ein Kurs Suchmaschinen-Optimierung für Shops herzlich wenig.

Suchmaschinen-Optimierung für Shops? Was das ist, wissen ja selbst viele Studenten und Jungakademiker nicht. Wichtig ist also, dass Weiterbildung nicht aus Alibimaßnahmen besteht, sondern aus Maßnahmen, die sowohl den Betroffenen als auch ihren potentiellen Arbeitgebern etwas bringt.

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