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Stockholm - Schwedens Hauptstadt

Schwedens Hauptstadt ist auf 14 Inseln gebaut. Deshalb wird Stockholm wohl auch als das Venedig des Nordens bezeichnet. Glitzernde Wasserflächen funkeln wegen der in diesen Breitengraden immer niedrig stehenden Sonne. Auf den felsigen Inseln, auf denen die Stadt gebaut ist, drängeln sich die Bilder wunderbarster Zeiten. In der Metropole am Mälarensee gibt es über 1500 Restaurants, die neben der typisch schwedischen Küche auch Spezialitäten aus aller Welt anbieten. Wir beginnen unseren Aufenthalt in der Altstadt Gamla Stan, in der nur wenige Gebäude jünger als 200 Jahre sind. Die Kaufleute bauten hier ihre schmalen, hohen Häuser an großzügigen Gassen. Dieser Stadtteil ist das Viertel der Kaufleute und hat einiges zu bieten. Auf kleinem Raum gibt es viele Sehenswürdigkeiten, mehrere Museen und Straßen mit einer Vielzahl kleiner Läden. Gamla Stan ist auch das Viertel der kleinen Läden, Kneipen und Restaurants. Viele Souvenirläden locken die Touristen zum Kauf von Andenken. Die Preise sind aber meist sehr hoch. Obwohl es in den Gassen von Gamla Stan eng zugeht, können wir abseits der Hauptwege fast ungestört das Flair der Hauptstadt genießen. Hier ist der Fußgänger König. Vor allem die Cafes, die es an jeder Ecke gibt, laden dazu ein, sich hinzusetzen, auszuruhen und beobachten. Allerdings ist das nicht ganz billig. Für eine Tasse Cafe bzw. Espresso mit einem Stück Kuchen mussten wir um die 5 Euro berappen. Unsere Tour geht weiter an einen Ort, der durch städtebauliche Schönheiten nicht gerade besticht. Norrmalm heißt das Viertel nördlich von Gamla Stan, der Altstadt, und sein Schicksal war die Nachkriegszeit, als fast 700 Häuser aus den letzten Jahrhunderten gesprengt wurden, um statt ihrer eine Parodie Manhattans aus Beton und Glas zu bauen. Södermalm ist das schicke Ausgehviertel von Stockholm, dass zum Shoppen und flanieren einlädt. In Stockholms Einkaufsmetropole gibt es alles, was Qualität und Namen hat. Die hellen Sommernächte locken alle Stockholmer auf die autofreien Straßen. Von der Kälte viel zu lange eingeschlossen, strömen die Menschen ins Freie, genießen jede laue Stunde und freuen sich auf die warmen Sommertage.Die Schweden sind stolz auf ihre Vergangenheit. Im Sommer finden zahlreiche Veranstaltungen zur schwedischen Geschichte statt. Vor allem in den Sommermonaten kommt der Kulturinteressierte voll auf seine Kosten.Die Glasmacherkunst hat in Schweden eine lange Tradition. Im Skansen, dem größten Freilichtmuseum Stockholms, konnten wir den Glaskünstlern bei ihrem Handwerk über die Schulter schauen. Die Glasherstellung ist aber nur eine von vielen Attraktionen die es auf dem Gelände zu sehen gibt. In 150 Holzhütten vergegenwärtigen Handwerker und Künstler das bäuerliche Leben ihrer Vorfahren.Wir gehen weiter in die Tyska Kirka, in die deutsche Kirche im Herzen von Stockholm. Dies ist die älteste evangelische Außengemeinde der Welt. Seit 1576 werden hier in der spätgotischen Hallenkirche deutsche Messen gefeiert. Die Gemeinde hat heute 2000 Mitglieder. Der gebürtige Essener Pfarrer, Wolfgang Wellrich leitet die Gottesdienste. Fast jeden Tag gibt es um das königliche Schloss Paraden und Wachablösungen zu sehen. Die königliche Leibgarde ist nicht nur schmuck anzusehen – sie ist auch eine der ältesten Regimenter der Welt. Mit blank gewienerten Pickelhauben paradieren die Wachsoldaten vor dem Schloss. Heute dient das Schloss nur noch zu repräsentativen Zwecken. Es ist schon lange nicht mehr königliche Residenz. Manchmal wird es noch zu offiziellen Empfängen und Audienzen benutzt. Hauptsächlich aber ist es einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.Zum Abschluss unseres Stockholmbesuchs besuchten wir noch den coolsten Platz der Stadt. Dazu mussten wir uns entsprechend kältefest anziehen. Durch eine Schleuse betraten wir die Eisbar. Die Temperatur fiel von draußen 20 Grad auf Minus 5 Grad an der Theke. Alles ist hier aus Eis gebaut, die Wände, Tische, Theke und sogar die Gläser – alles gefrorenes Wasser. Zu trinken gibt es hier nur Hochprozentiges, denn alles andere würde einfrieren. Das Getränk Nummer 1 ist der Absolut Vodka.

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