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Speedreading - oder wie man mit Masseninformationen fertig wird

Täglich erreichen uns unzählige Informationen in Form von Briefen, Emails, Zeitungsartikeln, Newslettern oder auch aus Büchern und immer häufiger Internetportalen. Die Geschwindigkeit mit der uns Daten erreichen und mit der wir sie im Gegenzug be- und verarbeiten müssen, steigt messbar. Kaum jemand ist wirklich in der Lage all diese Informationen befriedigend zu speichern und so in den Gesamtkontext einzuordnen, dass sie in der entsprechenden Situation, wie einem Meeting, wieder vollständig abgerufen werden und wiedergegeben können. Dennoch aber wird mehr und mehr von dem Einzelnen erwartet, dass er sich durch Weiterbildung verbessert und immer „auf dem Laufenden“ ist, wie es so schön heißt. Zu den ohnehin also bereits unzähligen Schriften kommen nun weitere aktuelle Zeitungsartikel und möglicherweise noch Studiermaterial aus einem Abend- oder Fernstudium.

Um nicht in all den Informationen zu ersticken und wieder neue Zeit zu finden bieten sich zwei Methoden an. Die erste, wohl nicht gänzlich befriedigende lautet: Ab in den Papierkorb, denn alles müssen wir nun wirklich nicht wissen. Die konstruktivere Alternative baut auf den Erfahrungen von Tony Buzan. Nachdem er in der Schule ein eher mäßiges Ergebnis bei einem Schnelllesetest erzielte und sich damit nicht zufrieden gab, entwickelte er die Methode des Speedreading oder Schnelllesen, die eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 20 000 Wörtern ermöglicht. Eigentlich ist alles ganz einfach. Vielfach verkennen wir nämlich unser eigenes Potential oder besser das Potential unseres Gehirns. Dieses ist zu weit mehr in der Lage, als wir vermuten und letztendlich sind wir selbst es, die es bremsen und davon abhalten mehr Leistung zu bringen. Es gibt diverse Techniken, die helfen, unser Lesen zu beschleunigen. Dazu zählt zum einen der Verzicht jedes Wort tatsächlich Buchstabe für Buchstabe zu lesen. Stattdessen nimmt man ganze Wortgruppen auf einmal auf. Auch das in der Zeile zurückspringen kann durch Lesehilfe, wie ein einfaches Essstäbchen oder den Finger verhindert werden.

Das Beste: Auf diese Weise bewältigen wir nicht nur mehr Material in kürzerer Zeit. Auch unser Textverständnis wird besser, weil unser Gehirn endlich gefordert wird und nicht länger von einem Text abschweift.

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