6. Einschätzung der sozialen Differenzierung in der BRD 1997
Frauen sind immer mehr in den von Männern dominierten Berufszweigen (Führungsetagen) vertreten. Sie erlernen handwerkliche Berufe, haben jedoch geringere Chancen auf einen Arbeitsplatz, als ihre männlichen Konkurrenten. Die typische Rollenverteilung in der BRD hat zwar abgenommen, ist aber noch immer vorhanden.
Das Verhältnis der Rentenversicherungseinzahler und Rentenempfänger kehrt sich um. Deshalb wird der Generationsvertrag in Zukunft nicht mehr garantiert sein.
Unabhängig von der sozialen Herkunft hat jeder die Möglichkeit zu studieren, da der Staat begrenzte finanzielle Mittel (BAföG) zur Verfügung stellt. Studenten aus vermögenden Familien haben den Vorteil, daß sie sich mehr auf das Studium konzentrieren können, da sie nicht zusätzlich “jobben” müssen.
Aufgrund der schlechten Arbeitsmarktsituation wird die Kluft zwischen Reich und Arm immer größer.