5.1 Untersuchung über Lebenszufriedenheit
“Bei einer Untersuchung über Lebensqualität in der Bundesrepublik Deutschland (26) wurde festgestellt:
1.
daß die Zufriedenheit mit den einzelnen Lebensbereichen nicht an erster Stelle von den objektiven Bedingungen dieses Lebensbereiches abhängig ist, sondern von Vergleichsprozessen seiner eigenen Lebensbedingungen mit den Bedingungen von anderen, wie beispielsweise bekannten, `Menschen seinesgleichen´, dem Durchschnitt.
Beispiel:
Nicht die Wohnung als solche bestimmt die Wohnungszufriedenheit, sondern der Vergleich der eigenen Wohnung mit der Wohnung anderer.
2.
daß die Zufriedenheit mit den einzelnen Lebensbereichen nicht an erster Stelle von den objektiven Bedingungen abhängig ist, sondern von den Erwartungen.
Beispiel:Trotz der Steigerung des materiellen Lebensstandards innerhalb von 5 Jahren hatte die Zufriedenheit mit dem Lebensstandard nicht allgemein zugenommen. Bei vielen waren die Erwartungen gestiegen, deshalb hatte die Zufriedenheit nicht zugenommen.
3.
daß von den verschiedenen Lebensbereichen folgende am meisten zu der allgemeinen Lebenszufriedenheit beitragen: Lebensstandard (Verfügung über Güter und Dienste), Familie, Ehe/Partnerschaft, Beruf, Haushaltseinkommen, Gesundheit.
4.
Innerhalb dieser Bedingungen kann man ganz allgemein sagen, daß die Zufriedenheit innerhalb der Bereiche Einkommen, Bildung und Erwerbstätigkeit um so größer ist, je höher das Einkommen, der Bildungsgrad und die berufliche Stellung sind. Diese drei Merkmale sind die wichtigsten Kriterien für die soziale Sichtzugehörigkeit, so daß man schlußfolgern kann, je höher die soziale Schicht, desto größer die Lebenszufriedenheit und umgekehrt.”