4.3 Schichtenmodell
Um die Gesellschaftsdifferenzen besser darstellen zu können, erschuf man ein Modell, das mehrere Beurteilungsfaktoren der Bevölkerung berücksichtigte.
Die Indikatoren sind beispielsweise Beruf, Einkommen, Bildung und Vermögen. Die Werteinstufungen dieser einzelnen Merkmale, die ein Individuum besitzt, werden von der Gesellschaft zu einem Allgemeineindruck fusioniert, der in ein prestigereflektierendes Modell hierarchisch eingefügt werden kann.

Abb.2
In diesem Modell werden dann verschiedene Schichten, die sich nach dem Prestigeniveau richten, dargestellt, daher wird es auch Schichtenmodell genannt. Es gibt keine eindeutige, klare Abgrenzung zwischen den einzelnen Schichten. Die soziale Rangordnung richtet sich nun nicht mehr unbedingt nach Herkunft und Besitz, sondern schließt vielmehr die Faktoren Leistungsbereitschaft und Qualifikation ein.
Durch vertikale Mobilität und Durchlässigkeit der einzelnen Schichten hat jedes Individuum die Möglichkeit, bei Prestigesteigerung seinerseits eine höhere soziale Statusangehörigkeit zu erlangen. Es kann auch ein negativer Verlauf bei Statusabnahme vorkommen.
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