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Schützen Sie sich und Ihre Familie vor Grillunfällen

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen beginnt endlich auch die Grillsaison. Achten Sie dabei auf die Ihre Gesundheit und die Ihrer Familienangehörigen und Freunde. Was für die Beteiligten Spaß und Vergnügen bringen soll, endet oft mit schrecklichen Verbrennungsunfällen oder gar Todesfällen. Die Gefahr sollte nicht unterschätzt werden - die Zahl der Brandverletzten nach Grillunfällen wird auf über 4.000 pro Jahr geschätzt, mehrere Hundert müssen in den Deutschen Verbrennungszentren stationär behandelt werden. Kinder sind leider sehr häufig betroffen, die durch diese Verletzungen für ihr Leben gezeichnet werden, so die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen.

Weitaus die meisten Unfälle passieren durch Unachtsamkeit und fehlerhaften Umgang mit Brandbeschleunigern. Verwenden Sie niemals Spiritus oder gar Benzin zum Entzünden des Grillfeuers! Die auftretende unberechenbare Stichflamme oder Verpuffung breitet sich rasend schnell aus und trifft auch noch Unbeteiligte in größerer Entfernung vom Grill. Brandbeschleuniger verursachen tiefe, häufig alle Hautschichten zerstörende Verbrennungen, die oft zahlreiche Hautverpflanzungen erfordern. Trotz aller Bemühungen von Ärzten und Pflegepersonal resultieren aus solch einem Unfall meist lebenslang sichtbare Narben.

Wenn keine brennbaren Flüssigkeiten wie Spiritus oder Benzin verwendet werden, kann das Grillvergnügen mit wenig Aufwand sicherer werden. Spezielle Anzündhilfen oder Grillkohle sollte ein Prüfsiegel tragen, zum Beispiel das DIN-CERTCO Zeichen. Auch muss der Grill fest und sicher in ausreichender Entfernung von brennbaren Gegenständen aufgestellt werden. Geprüfte Geräte sind nach DIN EN 1860 zertifiziert. Kinder sollten immer in ausreichender Entfernung vom Grill stehen und nie unbeaufsichtigt gelassen werden. Zur Sicherheit sollten Sie zum Löschen stets einen Eimer Sand, Wasser oder eine Decke bereitstellen.

Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Grillunfall kommen, müssen die Flammen mit Sand oder einer Decke erstick oder mit Wasser gelöscht werden. Auch brennende Kleidung ist zu ersticken, indem sich die betroffene Person zu Boden wirft. Brennende Kleidung niemals mit Gewalt abreißen. Verbrennungswunden zehn bis 15 Minuten mit kaltem Leitungswasser kühlen und eventuell den Notarzt benachrichtigen. Melden Sie dabei Ort, Ursache und Anzahl der Beteiligten.

Markus Selig

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