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Schmuck der Akha

Das Volk der Akha lebt heute in den Bergregionen in China, Myanmar, Laos, Vietnam und Thailand.
Besonders auffällig ist ihre sehr aufwendige und liebevoll gestaltete Tracht.
Silberschmuck hatte eine große Bedeutung, da dieser Schmuck auch als Zahlungsmittel fungierte.

Er wurde von den Frauen meist als Gewandschmuck getragen und auf die Kleidung aufgenäht.

Auch Ihre Kopfbedeckung ist oft reich mit Silber verziert.
Hierzu wurden vom Schmied Silberscheiben ausgesägt, halbrund getrieben, an den Seiten mit zwei kleinen Befestigungslöchern versehen und dann aufgenäht.
Desweiteren wurden silberne Münzen unterschiedlichsten Ursprungs vor allem am Kopfschmuck befestigt.
Beliebt waren auch grosse zisilierte Knopfscheiben, mit denen sie ihre Jacken verschlossen haben, oder  einfach als Anhänger fungierten.
Heute verdrängt leider immer mehr Aluminium den alten Silberschmuck.

Dies hat wohl mit der fortschreitenden Verarmung, aber auch mit der Angst vor Diebstahl der Akhas zu tun. So wird der Silberschmuck oft versteckt und nur zu besonderen Anlässen getragen.

Alte Glasperlen waren bei den Frauen der Akhas sehr beliebt.
Diese wurden dann von der Mutter an die Tochter vererbt.
Die größeren dieser meist sehr farbenfrohen Glasperlen waren meist chinesischen Ursprungs und haben heute in Sammlerkreisen einen sehr hohen Wert.

Sehr begehrt sind z.B sogenannte chinesische “Augenperlen” aus farbigem Glas, die aber mittlerweile kaum mehr zu finden sind.
Aber auch europäische “Featherbeads”, schwarze “Eyebeads” und “Whitehearts”, die auch im afrikanischen Handel eine große Rolle spielten waren bei den Akhas sehr beliebt.
Die kleineren Glasperlen, die sogenannten “Seedbeads”, die wohl europäischen oder auch indischen Ursprungs waren  findet man heute allerdings noch recht häufig.

Andreas Frikell

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