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3.2.4.2 Die Schlafstadien - Der Traum - Referat

Abb. 4: EEG der Hirnströme in den verschiedenen Schlafstadien
Abb. 4(21): EEG der Hirnströme in den verschiedenen Schlafstadien

Die beim Wachsein kontinuierlich auftretenden Alpha-Wellen (Siehe dazu auch Abb. 3) lösen sich in Stadium A allmählig auf. Dieses Stadium stellt den Übergang zwischen Wach und Einschlafen dar.
Im Stadium B, dem leichtesten Schlaf, treten statt Alpha-Wellen Theta-Wellen mit langsamen Abläufen von 4-7 Wellen /sec. auf.
Die Hirnwellen werden im Stadium C, dem leichten, oberflächlichen Schlaf, immer langsamer und größer. Die hohen Amplitudenausschläge zeigen eine Weckreaktion nach äußeren Reizen an.
Im Stadium D, dem mittleren Schlaf werden die Hirnwellen noch langsamer. Da kaum noch hohe Potentiale wie in Stadium C vorkommen, kann davon ausgegangen werden, daß das Gehirn weniger auf äußere Störungen reagiert.(22)

Im Tiefschlaf, dem Stadium E treten die maximal verlangsamten und vergrößerten Delta-Wellen auf. Deshalb wird er auch als S-Sleep (slow sleep = langsamer Schlaf) bezeichnet.    In der Traumphase, die auch als paradoxer Schlaf bezeichnet wird, sind die Hirnwellen kleiner, schneller und viel stabiler als in den anderen Stadien. Hier treten stabile Theta- und Sägezahnwellen auf. Da das EEG in dieser Phase ähnlich der Wachphase desynchronisiert ist, wird die Traumphase auch als D-Sleep (desynchronized sleep) bezeichnet. (23)
Abb. 5: Periodischer Wechsel der Schlaftiefen
Abb. 5(24): Periodischer Wechsel der Schlaftiefen

Schlafforscher haben herausgefunden, daß Menschen nach dem Einschlafen zunächst in eine Periode tiefen Schlafs fallen und dann abwechselnde Zyklen leichten und tiefen Schlafs durchwandern, bevor sie wieder aufwachen. Dieses Phänomen ist in Abb. 5 anhand der Schlafstadien dargestellt.
Die Phasen, in denen ein Leichtschlafzyklus durchlaufen wird, erhöht sich der Herzschlag, wie es das Diagramm verdeutlicht.

Auch die Atmung und die Frequenz der Hirnwellen werden beschleunigt (vgl. auch Abb. 4). Dies führt zu einer besseren Durchblutung und somit zur „Aufheizung“ des Körpers. Somit kann gesagt werden, daß dieser Vorgang des zyklischen Tief- und Leichtschlaf lebensnotwendig ist, da die Körpertemperatur ansonsten zu stark abflachen würde.
Somit ist Schlaf alles andere als ein Rückzug in die Passivität. Er ist vielmehr als eine Zeit andauernder neuraler Betriebsamkeit zu sehen.(25/26)

(21) Abb. 4: . Marfeld, A.F. (1970). „Kybernetik des Gehirns“ (1. Auflage) Berlin: Safari-Verlag (Reinhard Jaspert), S. 220
(22) vgl. Marfeld, A.F. (1970). „Kybernetik des Gehirns“ (1. Auflage) Berlin: Safari-Verlag (Reinhard Jaspert), S. 220
(23) vgl. Marfeld, A.F. (1970). „Kybernetik des Gehirns“ (1. Auflage) Berlin: Safari-Verlag (Reinhard Jaspert), S. 220
(24) Abb. 5: Bayrhuber, Horst, u.A. (1998). „Linder Biologie“ (11. Auflage) Hannover: Schroedel Schulbuchverlag GmbH, S. 250
(25) vgl. Léveillé, Pirre u.a. (1991). „Wunder der Wissenschaft / Das Gehirn“ (1. Auflage) New York / Bonn / Paris / Rom: Time-Life Bücher, S. 56 f
(26) vgl. Restak, Richard M. (1988). „Geheimnisse des menschlichen Gehirns / Ursprung von Denken, Fühlen, Handeln“ (Sonderausgabe) Landsberg am Lech: mvg – moderne verlagsgesellschaft mbh, S. 294 f

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