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Rückenschmerzen aus Sicht der Osteopathie

Häufigkeit von Rückenschmerzen:Rückenschmerzen sind in unserer heutigen Zivilisationsgesellschaft immer weiter auf dem Vormarsch. Ca. 70-80% aller Deutschen leiden unter wiederkehrenden Rückenschmerzen. Während früher Rückenschmerzen mit zunehmendem Alter häufiger wurden, leiden heute auch zunehmend Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter Rückenschmerzen. Heutzutage stellen Rückenschmerzen nach den Infektionskrankheiten der Atemwege die zweithäufigste Ursache für Arztbesuche dar.

Was ist Osteopathie?

Osteopathie bezeichnet eine ganzheitliche Herangehensweise an den menschlichen Körper.

Osteopathie ist eine manuelle Medizin, d.h. der Mensch wird mit den Händen untersucht und die gefundenen Funktionsstörungen durch sanfte Mobilisationsgriffe gelöst. Die Ganzheitlichkeit der Osteopathie zeichnet sich durch die Untersuchung und Behandlung aller Systeme des Körpers aus. Diese lauten:

  1. Der Bewegungsapparat (musculo- skelettale Osteopathie)
  2. Die inneren Organe (viscerale Osteopathie)
  3. Das Schädel-Kreuzbein-System (craniosacrale Osteopathie)

Rückenschmerzen aus der Sicht der Osteopathie betrachtet:

Aus der Sicht der Osteopathie beschreiben Rückenschmerzen lediglich ein Symptom- jedoch keine Erkrankung und schon gar keine Ursache. Die Ursachen von solchen Rückenschmerzen können in allen Systemen des menschlichen Körpers liegen. Solche Ursachen können entweder lokal im Bereich der Rückenschmerzen selbst liegen, oder sie können von überall fortgeleitet sein.

Beispiele:

Rückenschmerzen können beispielsweise dadurch entstehen, dass sich in Folge einer Sprunggelenksdistorsion (Umknicktrauma des Fußes) eine Ursache-Folge-Kette bildet, die zu Becken und Lendenwirbelblockierungen führt, die wiederum Rückenschmerzen verursachen.

Außerdem ist es möglich, dass jede Störung der inneren Organe eine Ausstrahlung in den Rücken verursacht, z.B. Verkrampfungen und Schmerzen der Gebärmutter können in den Kreuzbeinbereich ausstrahlen, Magenprobleme oder Sodbrennen können diffuse Schmerzen der Brustwirbelsäule verursachen.

Infolge einer chronischen Kiefergelenkserkrankung (craniomandibuläre Dysfunktion) können absteigende Funktionsstörungen auch Blockierungen von Becken und Lendenwirbelsäule verursachen.

Bedeutung der Osteopathie:

Im Unterschied zur schulmedizinischen Herangehensweise, die sich meist mit der symptomatischen Therapie begnügt (medikamentöse Schmerzreduktion) sucht die Osteopathie nach der Ursache der Schmerzen. Der Osteopath führt eine ganzheitliche Untersuchung und Behandlung des Patienten durch und beseitigt die gefundenen Funktionsstörungen durch manuelle Techniken. Die Osteopathie stimuliert die Selbstheilungskräfte des Körpers und strebt eine Schmerzreduktion bzw. sogar Schmerzbeseitigung an.

Autor: Jochen Frühwein, Osteoprax- Praxis für Osteopathie, Heilpraktiker Frankfurt,
www.osteoprax.com
info[at]osteoprax.com 29.07.2007

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