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Rohstoffe als Schutz gegen Inflation

Die Teuerungsrate zieht deutlich an. Offizielle Stellen lassen dieser Tage verlauten, dass die Inflation in der Bundesrepublik auf den höchsten Stand seit Anfang der neunziger Jahre gestiegen ist. Über drei Prozent legte der zur Messung der Verbraucherpreise verwendete Index zu.
Nicht nur beim Einkauf im Supermarkt, sondern auch bei der Geldanlage wird dieser Umstand zunehmend schmerzlich. In Kombination mit historisch niedrigen Renditen nämlich bedeutet eine beschleunigte Geldentwertung, dass der Realwert des Vermögens zu sinken droht, wenn nicht mit den richtigen Maßnahmen gegengesteuert wird.
Die wohl bewährteste Maßnahme dieser Art ist die Beimischung von Rohstoffen ins Depot. Insbesondere Edelmetalle und fossile Brennstoffe haben in der Vergangenheit gute Dienste in dieser Hinsicht geleistet.
Anlegern stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung, an der Preisentwicklung von Rohstoffen zu partizipieren. Der Silber Preis beispielsweise, im vergangen Jahrhundert stets ein brauchbarer Frühindikator für die Inflationsentwicklung, lässt sich nicht nur über den physischen Erwerb von Feinunzen abbilden, sondern auch über geeignete Fonds und Zertifikate, so dass die Abwicklung unkompliziert von Statten geht. Umgehen sollten Anleger jedoch besser Produkte, die eng mit dem Terminmarkt verknüpft sind, weil hier besondere Risiken bestehen.
Bei allen strukturierten oder gemanagten Produkten aber sollten Investoren einen kritischen Blick hinter die Kulissen werfen. Ganz banal gilt: Nicht überall, wo Rohstoffe drauf steht, sind auch welche drin. Oft beziehen Rohstoffprodukte sich auf die Wertentwicklung von Aktien dieses Segments und nicht auf den tatsächlichen Spot Preis.
Wer sich über die Zusammensetzung der Anlageprodukte genau informiert und ein gutes auswählt, der erreicht einen wirksamen Schutz vor Inflation.

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