Rauchen aus Gewohnheit?
Viele Menschen haben schon in jungen Jahren sie ersten Berührungen mit dem Glimmstängel. Aus Neugier wird dann Mitmachzwang, aus Gelegenheit entsteht dann die Sucht. Der Beginn eines Raucherdaseins stellt sich meist ganz harmlos dar.
Irgendwann aber fangen die meisten Raucher an, über eine Abgewöhnung nachzudenken. Die Einsicht, dass man mit dem Tabakkonsum nur seiner Gesundheit, seinen Mitmenschen und seinem Portemonnaie schadet kommt oft erst spät. Die Erkenntnis, dass man nicht “einfach so eben” die Zigaretten beiseite legen kann, sondern dass man abhängig ist, tritt ebenso langsam ein. Den ernsthaft Aufhörwilligen plagt dann eine Reihe unbeantwortbarer Fragen. Im Mittelpunkt steht dabei dann die Frage, welches der geeignetste Weg zur Abkehr vom Nikotin ist. Darauf gibt es sicher keine allgemeingültige Antwort. Mancher schafft es nur durch den eigenen Antrieb, für andere ist eine Therapie unabdingbar, um dem Ziel, sagen zu können: “Ich bin endlich Nichtraucher!” näher zu kommen.
Wichtig ist aber immer der unbedingte Wille, etwas in seinem Leben grundlegend zu ändern. Die Bereitschaft, mit alten Gewohnheiten zu brechen und auf Rituale zu verzichten, obwohl diese anscheinend schon fest im Unterbewustsein verankert sind muss vorhanden sein.
Gerade die angesprochenen Rituale sind neben der eigentlichen Nikotinsucht die Gründe dafür, dass sich der angehende Ex-Raucher immer wieder neue Ersatzbefriedigungen sucht: Da werden Süßigkeiten verschlungen oder die Hände werden mit irgendwelchen Gegenständen beschäftigt. Man vermisst etwas in seinem Leben, obwohl man eigentlich die neue Freiheit genießen sollte.
Es gibt für die meisten Raucher keinen leichten Weg, um die Nikotinabhängigkeit zu besiegen. Aber jede noch so harte Mühe wird auch entsprechend belohnt: Das Risiko schwerer Erkrankungen sinkt, die körperliche Leistungsfähigkeit wird verbessert, man gewinnt Zeit und innere Ruhe…
…und zu guter Letzt: Man hat deutlich mehr Geld für eine sinn- und freudvollere Freizeitgestaltung über.