Ohne Gebühr beim Gehaltskonto geht’s auch!
Die Kunden der Banken fragen in der letzten Zeit immer öfter bei den Beratern ihrer Hausbanken nach, in welcher Höhe das Guthaben auf einem privaten Girokonto verzinst wird. Diese Nachfrage geschieht nicht ohne einen triftigen Grund, denn mit den herkömmlichen niedrigen Zinsen der Sparbücher konnte man in den letzten Jahren kaum attraktive Gewinne herausschlagen und damit sein Geld gewinnbringend anlegen.
Wenn man als Bankkunde nach einem Girokonto mit relativ hoher Guthabenverzinsung sucht, dann sollte man auch die Kehrseite der Medaille genauestens unter die Lupe nehmen.
Unter bestimmten Bedingungen verlangt noch immer das eine oder das andere Geldinstitut nicht gerade geringe Gebühren für die Kontoführung bei einem Angebot für ein privates Girokonto.
Man kann schon durchaus davon ausgehen, dass ein Kontoinhaber Gebühren für das Girokonto bis zu 15 Euro pro Quartal im Jahr zahlen muss, dann hilft auch kaum noch eine gute Guthabenverzinsung des Girokontos darüber hinweg.
Nehmen wir eine sehr gute Verzinsung von 3 Prozent pro Jahr, dann bräuchte man ununterbrochen 2000,- EUR an Geldeinlage auf dem privaten Girokonto, um die Gesamtkosten pro Jahr von 60 Euro wieder abzudecken. Damit ist dies eine Nullrechnung, da man über 2000 Euro auf seinem privaten Girokonto haben müsste, um dann von den Zinsen beim Girokonto im vollen Umfang profitieren zu können.
Genau aus dieser Situation heraus lohnt es sich eher, in einem Girokontovergleich, nach einem passenden Gehaltskonto oder Privatkonto zu suchen. Bei so einem Vergleich kann man ein Privatkonto oder ein Gehaltskonto finden, bei dem erst gar keine Kontoführungsgebühren anfallen. Oft findet man dann sogar noch ein privates Girokonto, was eine angemessene Guthabenverzinsung bietet.
Olaf Kerner