Naturkost – wie alles begann
Naturkost und auch Naturkosmetik kann man in Reformhäusern und in den so genannten Bioläden kaufen, wobei in der letzten Zeit verstärkt auch in Supermärkten Produkte dieser Art angeboten werden. An Naturkost und Naturkosmetik werden aber Mindestanforderungen gestellt, die als Naturkosmetik verkauft werden dürfen.
Unter diese Mindestanforderung fällt zum Beispiel dass die Produkte frei sind von billigen Fetten auf Mineralölbasis, wie zum Beispiel Silikonen oder Paraffinen, sowie von synthetischen Farben und Düften, sowie von als bedenklich geltenden UV-Filtern und synthetischen Konservierungsmitteln, aber auch frei von Nitrosaminen und Wasser. Alles das was diese Stoffe, Fette und so weiter enthält, darf lediglich unter dem Begriff Kosmetik vertrieben werden. Als Naturkosmetik wird in der Regel die gesamte Produktpalette angeboten, die es im Bereich Kosmetik so gibt.
Als Naturkost bezeichnet man so genannte Bio-Lebensmittel, die aus dem ökologischen Landwirtschaftsanbau stammen. Dieser Begriff ist von der EU gesetzlich definiert wurden. Weitere Synonyme hierfür sind unter anderem Biokost und Öko-Produkte. In Deutschland gibt es eine Reihe von ökologischen Anbauverbänden, die einen hohen Qualitätsstandard garantieren, höher sogar noch, als ihn die EU-Öko-Verordnung vorschreibt.
Die Ernährung auf Basis von Naturkost hat Vorläufer in der so genannten Lebensreform-Bewegung, der Siedlung auf dem Monte Verita. Diese verbanden bereits um die Jahrhundertwende herum Ernährung und Bewusstsein miteinander. Als Beginn der modernen Naturkost-Bewegung kann man die 1960er Jahre sehen, wobei in den 1970er Jahren die ersten Naturkostläden entstanden. In den 1980er nahm die Entwicklung rasant zu. Wobei als Naturkost zu Beginn lediglich aus Gemüse und Obst bestand. Inzwischen sind auch andere Produkte hinzugekommen, die nun als Naturkost vertrieben werden.