Motorrad Gebrauchtbörse: Punkte, auf die man beim Motorradkauf achten sollte
Beim Kauf eines gebrauchten Motorrades gibt es verschiedene Punkte auf die man unbedingt achten sollte. Auch gibt es in vielen Motorrad Gebrauchbörsen Bewertungen von aktuellen und auch von älteren, gebrauchten Motorrad Modellen.
Umso älter ein Motorrad, je mehr Punkte gibt es zu beachten, jedoch sind diese Punkte auch leichter zu sehen und zu bewerten.
Motorräder, die in den 80er-Jahren und davor gebaut wurden, haben in der Regel sehr wenig Elektronik, doch diese war aufgrund der großen Schwingungen in einem Motorrad recht anfällig.
Somit ist darauf zu achten ob Blinker und sonstige Beleuchtung, auch wirklich einwandfrei funktionieren. Ansonsten ist bei Motorrädern dieses Alters die Mechanik, sprich Motor, Bremsen, Getriebe und auch der Rahmen sehr robust gebaut und somit noch in gutem Zustand. Natürlich ist jederzeit auf rostige Stellen und Verschleißteile zu achten.
Bei einer Probefahrt kann man optimal einen runden Motorlauf, Fahrwerk und ganz wichtig die Bremsen überprüfen. Einen unrunden Motorlauf erkennt man sehr leicht dann, wenn sich das Motorrad im Leerlauf “schüttelt”, oder beim Gasgeben Schub- oder Stoßartig beschleunigt. Dies sollte dann - falls man beim Händler ist - unbedingt vor dem Kauf behoben werden, was in nahezu allen Fällen möglich ist. Bei den Bremsen ist es ähnlich einfach. Es sollte mit jedem Motorrad ohne ABS möglich sein einen Stoppie zu machen und die hintere Bremse sollte immer in der Lage sein, das Hinterrad zu blockieren. Das mit dem Fahrwerk ist wieder ein anderes Thema, die Qualität wird oft subjektiv beurteilt (der persönliche Eindruck zählt). Jedoch sollte es beim Bremsen niemals passieren, dass die Vordergabel soweit eintaucht, dass sie auf “Stoß” geht. Den Zustand der Stoßdämpfer kann man prüfen, in den man das Motorrad in Schwingung versetzt (vor- zurück Bewegung) und dann sieht wie lange das Motorrad nachschwingt, 3 bis 4 Mal hin und her Wippen wäre in Ordnung.
Bei den neueren Motorrädern ist die Elektronik oft das kleinste Problem. Kabel und Kabelführungen sind entsprechend den Umstehenden in einem Motorrad angepasst. Auch die Motoren laufen sehr viel ruhiger als früher, was die Langstreckentauglichkeit enorm erhöht.
Jedoch ist der Punkt Rost oft nicht mehr so gut zu beurteilen, da an vielen Motorrädern der komplette Rahmen verkleidet ist. Dafür sind Verschleißteile die Bremsen oft mit einem Indikator versehen, an dem man den Stand des Verschleißes ablesen kann.
Bei der Probefahrt mit einem Motorrad mit ABS gelten dieselben Regeln wie oben, nur dass die Bremsen noch einfacher zu testen sind. Wenn bei einer Vollbremsung ein Impulsartiger Rückstoß erzeugt wird, funktioniert das ABS und die Bremsen einwandfrei.
Weiteres Sonderzubehör und deren Sinn liest man am besten in einem Motorrad Magazin nach oder erkundigt sich in einer Motorrad Gebrauchbörse. Ebenso hilfreich sind eigene Zeitschriften der Händler.