Möglichkeiten des Kaufs von Handy
Grundsätzlich sind drei verschiedene Formen des Vertriebes von Mobiltelefonen. Ein Handy wird in den meisten Fällen in Verbindung mit einem Vertrag verkauft. Dies hat den vermeintlichen Vorteil für den Kunden, dass er das Endgerät in der Regel zu einem optisch niedrigen Preis einkauft. Indirekt bezahlt er den eigentlichen Preis dann über die monatliche Rechnung, die von der Telefongesellschaft gestellt wird. Die zweite – und vermutlich die am seltensten vorkommende - Form ist der Verkauf des Handy ohne Vertrag. Hier wird das Mobiltelefon ganz reguläre verkauft wie jede andere Handelsware auch. Der Zusatz „ohne Vertag“ ist eigentlich unnötig. Er wird nur gemacht, weil die überwiegende Mehrheit der Handys in Verbindung mit einem Vertrag verkauft wird. Eine dritte Form des Vertriebes von Mobiltelefonen ist Verkauf in Form eines Handy-Bundles. Hier werden zum Mobiltelefon beim Verkauf mit Vertrag noch Zugaben wie Mobilfunkzubehör oder Zeitschriftenabos dazugegeben.
Diese Form des Vertriebes resultiert aus den z.T. ungewöhnlich hohen Provisionen der Mobilfunkgesellschaften für die Verträge. Da diese den Preis von Handys im unteren Preissegment oft deutlich übertreffen, könnte das Endgerät z.B. von Nokia zum Preis von Null Euro verkauft werden. Bei der großen Konkurrenz ist aber ein Preis von Null Euro kein Merkmal, um sein Angebot vom Mitbewerb zu unterscheiden. Aus diesem Grunde geben viele Einzelhändler zum Handy noch diverse Zugaben dazu. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass die Zugaben den objektiven Preisvergleich für die Endkunden erschweren sollen bzw. unmöglich machen sollen. Die Einzelhändler werden bei der Art der Zugaben in der letzten Zeit immer phantasievoller.
Man darf weiter gespannt sein, was die Zukunft in diesem Bereich noch alles an Überraschungen bereithalten wird.
Kl.-M. Meyer