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Mit offensivem Vorgehen schieben Sie Preiserhöhungen einen Riegel vor

Preiserhöhungen sind immer ärgerlich – insbesondere jedoch dann, wenn sie verdeckt und schleichend daherkommen. Doch mit der richtigen Taktik lassen Sie dieses hinterlistige Treiben ins Leere laufen. Aber auch bei „normalen“ Preiserhöhungen sollten Sie nicht tatenlos zusehen, denn auch hier können Sie wirkungsvoll gegensteuern.

Obwohl in der momentanen Wirtschaftslage der Preistrend eher nach unten geht, versuchen es einige Lieferanten und auch Dienstleister immer wieder, Ihnen Preiserhöhungen durch die Hintertür und quasi „heimlich“ unterzuschieben. Das kann durch einen neuen Preis in einer Auftragsbestätigung oder Rechnung geschehen. Beliebt ist bei Kleinteilen auch das Listenspiel. Hier versucht der Anbieter, in langen und unübersichtlichen Preislisten kleinere oder auch größere Preiserhöhungen in der Menge zu verstecken. Doch solche Versuche sollten Sie sich nicht gefallen lassen und schleunigst gegensteuern, denn wenn es einmal gutgegangen ist, werden Sie immer wieder und meistens auch noch frecher mit solchen Erhöhungen konfrontiert.

Fall 1: Versteckte Preiserhöhung per Auftragsbestätigung oder Rechnung.

Diese Art der Preiserhöhung ist besonders perfide, weil sie meistens gar nicht auffällt. Hier arbeiten viele Lieferanten oder auch Dienstleister mit kleinen Erhöhungsbeträgen, die oft sogar im Cent-Bereich liegen. Aber gerade bei Massenteilen kann sich hier schnell ein ansehnliches Sümmchen ergeben. Deshalb sollten Sie und auch Ihre Mitarbeiter jede Auftragsbestätigung und jede Rechnung genau prüfen, ob sich nicht irgendwo ein höherer Preis versteckt hat. Haben Sie einen solchen Fall entdeckt, sollten Sie umgehend reagieren. Jetzt dürfen Sie gerne auch etwas emotional werden. Rufen Sie dazu möglichst zeitnah an und fragen Sie beispielsweise ganz direkt nach, ob Sie bei der nächsten Rechnung vielleicht einfach etwas abziehen sollen. Meistens wird Ihnen Unverständnis entgegenschlagen, oder Ihr Gegenüber wird sich dumm stellen. Das ist aber Ihre Chance: Sagen Sie ihm auf den Kopf zu, dass Sie die versteckte Preiserhöhung bemerkt haben und unter einer  vertrauensvollen Zusammenarbeit etwas anderes verstehen.

Tipp: Wenden Sie bei Ihrer Preiserhöhungsabwehr immer die ABC-Methode an. Denn wer Ihnen viele Waren liefert, bekommt in der Regel auch viel Geld von Ihnen. Und hier können sich selbst kleinere Erhöhungen ganz schön summieren. Darüber hinaus wird kaum ein Lieferant gerne einen guten Kunden verlieren – aber mit solchen Spielchen riskiert er dies bestimmt. Machen Sie ihm das unmissverständlich klar.

Fall 2: Die versteckte Preiserhöhung in neuen Preislisten. Diese Erhöhungen sind oft schwierig auszumachen, aber es gibt 2 Aktionsmöglichkeiten. Liegen diese Listen auch in elektronisch lesbarer Form vor, sollten Sie Ihren ITVerantwortlichen fragen, ob man einen automatisierten Vergleich mit den alten Listen fahren kann. Hier zeigen sich dann schnell selbst die kleinsten Erhöhungen. Bekommen Sie nur gedruckte Listen, wird die Sache schon etwas schwieriger, sie ist aber nicht hoffnungslos. Greifen Sie auch hier zum Telefonhörer und bedanken sich freundlich für die Übersendung der neuen Liste. Sprachlos wird Ihr Gesprächspartner aber sicher dann, wenn Sie ihn fragen, welche Preise sich denn geändert hätten, da er ja kaum   verlangen kann, dass Sie die ganze Liste durcharbeiten. Richtig lustig wird diese Methode, wenn Sie nach der Auskunft, die Preise der von Ihnen normalerweise georderten Materialien hätten sich nicht geändert, freundlich eine schriftliche Bestätigung verlangen. Hier kann Ihr   Gegenüber kaum noch umhin, die Katze aus dem Sack zu lassen.

Die angekündigte Preiserhöhung

Meistens werden jedoch von Ihren Lieferanten und Dienstleistern Preiserhöhungen sauber abgekündigt. Das geschieht in der Regel über Briefe, E-Mails oder auch persönliche Gespräche. Doch auch hier sollten Sie Ihr Arsenal an Abwehrmethoden parat halten, am besten anhand entsprechender Briefe.

Tipp: Schicken Sie Preiserhöhungsabwehrschreiben immer per Post – Faxe oder gar Mails hinterlassen meistens keine nachhaltige Wirkung und werden oft einfach ignoriert.

Gute Argumente in solchen Preisabwehrbriefen sind:

❏ Sagen Sie klar, dass Sie Preiserhöhungen grundsätzlich ablehnen, und fragen Sie genau nach, welche Vorprodukte beziehungsweise Roh- oder Betriebsstoffe teurer geworden sind und so zu einer Preiserhöhung führen. Fragen Sie auch, wie groß der Anteil dieser Stoffe am Gesamtwert der Ihren gelieferten Waren ist.

❏ Oder Sie fordern Ihren (Noch-)Geschäftspartner rigoros dazu auf, gestiegene Rohstoffpreise – so sie denn real sind – nicht einfach weiterzureichen, sondern über Optimierungspotenzial in seinem Unternehmen nachzudenken. Hier können Sie auch unverblümt nach seiner Einkaufsperformance beziehungsweise einem Mehrwert für die gestiegenen Preise fragen.

❏ Die dritte und härteste Methode ist, direkt danach zu fragen, ob Sie ein Gespräch mit dem für den Materialeinkauf Verantwortlichen führen könnten. Sagen Sie klar, dass Sie hier nachfragen wollen, wie dieser seine Preisverhandlungen führt und was er in Sachen Preiserhöhungsabwehr unternimmt.

Schreiben Sie hier auch hinein, dass sich dieses Gespräch erledigt hat, wenn es bei den alten Preisen bleiben sollte.

Tipp: Wir haben für Sie übrigens entsprechende Musterbriefe vorbereitet, die Sie im Exklusivbereich für Abonnenten auf www.logistik-manager.com kostenlos herunterladen können.

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