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Kapillarrohrmatten - die Revolution der Klimatechnik

Wer kennt das nicht: Im Winter läuft sich die Heizung im wahrsten Sinn des Wortes heiß, dennoch wird nur die Raumluft angenehm warm.

Eine mögliche Alternative zum Tragen von Wollsocken ist der Einbau einer Fußbodenheizung. Die klassische Variante begnügt sich mit einem Rohr, welches unter dem Bodenbelag in Schlangenlinien verlauft und so den Boden heizt. Natürlich kann so ein einzelnes Rohr die Bodenfläche nicht sehr engmaschig abdecken. Hier leisten die Kapillarrohrmatten einen sehr guten Ersatz, da die feinen Rohren sehr eng beieinander liegen und so fast die gesamte Bodenfläche durchgehend, also ohne oder nur mit geringen Lücken, abdecken.

Kapillarrohrmatten wurden allerdings schon vor knapp 20 Jahren entwickelt, mit Rohren aus Polypropylen. Wahrscheinlich braucht jedoch jede Innovation eine gewisse Zeit bis sie auch wirklich rege genutzt wird. Das ist sicher auch eine Frage, ob dieses Produkt schon industriell in Serie gefertigt werden kann und damit eine Frage der Kosten.

Hervorzuheben ist, dass die Kapillarrohrmatten sehr flexibel verlegt werden können und daher auch an Wänden und Decken ohne Probleme einsetzbar sind. So bieten sie dem Architekten ausreichend Gestaltungsmöglichkeiten: Kühlsegel sind ebenso möglich wie freihängende Kapillarrohrmatten sowie Kühlsäulen und -schächte. Der Realisierung von kostensparenden Wandheizungen oder gar Kühldecken steht also nichts im Wege, gerade weil die Matten in der Regel direkt unter der Decken- bzw. Wandoberfläche liegen können – bei verputzten Decken beträgt dieser Abstand gerade einmal 8 bis 12 mm – und daher das Klimasystem sehr reaktionsschnell ist. Außerdem lässt sich jeder Raum durch einfache Regelkreise auf eine individuelle Temperatur einstellen.

Wie oben bereits angeklungen, können die Kapillarrohrmatten nicht nur zum Heizen sondern auch zum Kühlen von Räumen genutzt werden. Solange also ein Klimasystem benötigt wird, dass auf Regelung der Luftfeuchtigkeit sowie der Filterung der Raumluft verzichten kann, sind Kapillarrohrmatten also eine betriebskostensparende Alternative zu klassischen Klimaanlagen.

Autor:
Rodja Kleemann

Eingereicht durch
Thomas Knoll

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