Kamin ist nicht gleich Kamin
Für eine behagliche Atmosphäre eines Raumes sind unterschiedliche Faktoren zuständig – für manche gehört allerdings ein Kaminofen unbedingt dazu. Diese Heiztechnik hat jedoch nicht mehr viel mit den altertümlichen Kaminstellen gemein, in denen ein großes, freies Feuer flackerte und die viele nur noch aus Filmen kennen. Der Kaminofen – auch Schwedenofen genannt – ist dagegen durch ein Ofenrohr, durch das die Brennstoffe abgeleitet werden, mit dem Ofen verbunden und somit besser an den moderneren Lebensstil von heute angepasst. Die Konstruktionen dienen nicht ausschließlich der Wärme, sondern auch der Optik.
Für jeden Kaminofen herrschen Zulassungsvoraussetzungen, die von der Europäischen Gemeinschaft bestimmt werden. Schon die Hersteller müssen ihre Produkte vor dem Verkauf bei einem anerkannten Messinstitut der EG prüfen und der Käufer muss sich vorher von einem Schornsteinfeger beraten lassen, ob er seinen Kaminofen laut den gesetzlichen Vorgaben aufstellen darf und anschließen kann. Der Schornsteinfeger ist hier stets der richtige Ansprechpartner für alle Fragen – er muss auch den Ofen nach Aufstellung abnehmen, ehe dieser in Betrieb genommen werden kann.
Wer sich mit dieser Methode und den über die Kamine austretenden Brennrückständen nicht anfreunden kann, dem bleibt eine Alternative: der Biokamin. Bei dieser Heiztechnik wird mit Bioalkohol gearbeitet; es entsteht weder Rauch noch Ruß. Durch das Nichtvorhandensein von Brennrückständen benötigt ein solcher Biokamin keinen Anschluss an einen Schornstein und somit auch keine vorherige Absprache mit einem und eine Genehmigung durch einen Schornsteinfeger. Der Kamin kann sofort nach dem Kauf in Betrieb genommen werden. Trotz allem ist es echtes Feuer, welches – auch in einer offenen Kaminstelle – eine wärmende und gemütliche Atmosphäre erschafft.
Elke Lohre