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In den Urlaub mit Rad und Zelt

Sie wollen das erste Mal im Urlaub eine längere Radtour machen und unterwegs im Zelt schlafen? Da haben Sie sich viel vorgenommen, prima.

Das Wichtigste ist ein stabiles Rad, es macht keinen Spaß mit einer Acht im Vorder- oder Hinterrad hunderte von Kilometern unterwegs zu sein. Auch sollten Sie mit dem Rad vertraut sein und die nötige Kondition mitbringen. Danach sollten Sie das geeignete Reiseland auswählen.

Fast ideal sind eigentlich nur die Niederlande. Hier gibt es unzählige breite, gepflegte Radwege durch das ganze Land, ein Traum. Außerdem sind reichlich Campingplätze vorhanden, das Land ist flach und mit der Sprache haut es hier auch fast immer hin. Nur das Wetter ist nicht immer ideal, wenn es zu schlimm ist, muss man halt zwischendurch einmal in einem Hotel oder in einer Jugendherberge übernachten, schon um die Klamotten zu trocknen. Meist bleibt es aber, vor allem in Meeresnähe, bei einzelnen Schauern.

Auch gut sind Norddeutschland, Dänemark und Südschweden. Zwar ist es hier streckenweise schon hüglig, aber die Steigungen halten sich noch in Grenzen. Radwege gibt es auch häufig, allerdings selten so breite wie in den Niederlanden und die touristische Infrastruktur ist gut. Auch England, Wales und Irland sind beliebt, aber oft muss man entlang der (oft ruhigen) Straßen fahren. Im Mittelmeerraum fährt der Radwanderer meist entlang viel befahrener Straßen, vor allem in Nähe der Küste. Das geht an die Nerven und außerdem, wer will schon im Urlaub den ganzen Tage Autoabgase einatmen? Aber letztendlich ist die Wahl des Urlaubslandes immer eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Beim Gepäck ist strikte Beschränkung angesagt, obwohl man es ja ein wenig einfacher hat als der Wanderer. Notwendig sind eigentlich nur persönliche Papiere, Portemonnaie, Zelt, Isoliermatte, Schlafsack, Regenbekleidung, Badehose, Wechselwäsche, Waschmittel (Rei aus der Tube), Kulturbeutel mit Inhalt, Handtuch, Waschlappen, Geschirrtich, Klopapier, Feuerzeug, Schwamm, Kocher (Leicht: Spirituskocher Trangia), Topf und eine gute (Teflon-) Pfanne. Es macht keinen Spaß auf diesen Topf- Pfannenkombinationen zu braten, deshalb diesen Gewichtsluxus.

Auch ins Gepäck gehören: Wasserflasche, Knäcke- oder Vollkornbrot, Dauerwurst, Gewürze, Salz, Zucker und eine kleine Flasche Öl, Reis oder Nudeln und Tomatenmark (für die Sauce). Gemüse, Obst,Käse usw. wird man jeden Tag frisch kaufen.

Des weiteren sollte man Fahrradwerkzeug und Flickzeug mitnehmen und eine Taschenlampe, Für Erinnerungsfotos gehört eine kleine Kamera ins Gepäck. Das Ganze verstaut man in Seitentaschen, auf dem Gepäckträger und auch eine Lenkradtasche empfiehlt sich. So kann der Urlaub auf dem Rad beginnen.
Urlaub.de GmbH
Herr Frank Hamsun

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