Hausbau mit Hanf
Es sit weitläufig bekannt, dass man aus Hanf Unmengen wertvoller Produkte herstellen kann, von Nahrung und Kleidung über Häuser bis hin zu Treibstoff, Seilen, Papier, Seife, Kosmetika und vieles mehr. Alles was man aus Petrochemikalien herstellen kann, kann man auch aus Hanföl fabrizieren.
Bemerkenswert ist, dass Hanf in zwei wichtigen Kategorien die Nase vorn hat, nämlich sowohl hinsichtlich des ökologischen als auch des wirtschaftlichen Aspekts. Da Hanf ein natürlicher Rohstoff ist, der ohne Pestizide und ohne großen Einsatz von Düngern angebaut und ohne giftige Chemikalien verarbeitet werden kann, rangiert es unter ökologischen Gesichtspunkten weit vor Baumwolle als Rohstoff für Kleidung und Holz als Papiergrundstoff. Hanfkleidung kostet zwar bis zu doppelt so viel wie Baumwollkleidung, hat aber eine sechsmal so lange Haltbarkeitsdauer, ist also auf lange Sicht viel günstiger. Außerdem kann man mit dem Anbau von Hanf mindestens dreimal mehr Masse pro Fläche gewinnen als mit Holz.
Auch für eine größere Anwendung, für den Hausbau kann Hanf optimal verwendet werden. Das ideleale, ökologisch und gesundheitlich unbedenkliche Haus sollte möglichst aus Material gefertigt werden, dass in der näheren Umgebung verfügbar ist, aus Material, dass stabil, haltbar, wasserdicht, feuerfest und gut isolierend ist. Außerdem muss es günstig zu verarbeiten sein (hinsichtlich Preis und Anwendbarkeit). Sowohl Material als auch Konstruktion sollen möglichst ökologisch unbedenklich sein. Der Bau und Unterhalt des Hauses muss weniger Energie und nicht-erneuerbare Ressourcen verschlingen als konventioneller Hausbau. Eine Faustregel ist, dass wenn der Hausbau möglichst nahe an der Erdoberfläche stattfindet, dann wird er auch recht kostengünstig zu vollziehen sein. All diese Kriterien erfüllt das Hanfhaus voll und ganz. Man baut einen Rahmen für die gewünschte Struktur und verschalt ihn. Dann füllt man ihn mit einem Mix aus Hanfschäben (die verholzten Teile der Hanfpflanze, nach Entfernung der Fasern), Kalk, Sand, Gips, Zement und gerade genug Wasser, um die Materialen zu vermischen. Es wiurd gut festgestopft und ruht dann über Nacht. Bis zum nächsten Morgen hat es sich in eine Art Beton verwandelt.
Es ist nicht nötig, die Wände, weder außen noch innen, weiter zu verkleiden, auch Isolierung wird darüber hinaus nicht benötigt. Um ein glatteres Äußeres zu erlangen, kann man die Außenwand mit einer Schicht aus Kalk und Sand abschließen, die Innenwand kann verputzt werden. Das Fundament kann auf die gleiche Weise gefertigt werden.