Handwerker auf einer Versteigerungen finden?
Wer bei Renovierungen und Umbauarbeiten gerne zu vergebende Aufträge an Handwerker im Internet „wenigstbietend“ versteigert, kann nicht nur eine Menge bei den Kosten sparen, sondern hat auch weniger Aufwand bei der Suche und bessere Möglichkeiten die Angebote zu vergleichen. Doch warum diesen praktischen Service nur für die Handwerkersuche nutzen? Mittlerweile beschränken sich die verschiedenen Jobauktionen nicht mehr auf Malerarbeiten, Bodenverlegen etc.
Immer häufiger werden Auktionsportale für Handwerksaufträge und Dienstleistungen auch von ganz anderen Berufsgruppen als Jobbörsen genutzt. Längst ist die Bandbreite der ausgeschriebenen Anzeigen und Versteigerungen über die anfänglichen Bereiche der Renovierung und Umzugshilfe hinausgewachsen. Vielmehr sind Auftragsbörsen zu Marktplätzen für die unterschiedlichsten Bereiche und Branchen geworden. Besonders häufig sind, außerhalb des Kernbereiches Handwerk, Aufträge für Programmierungs- und Übersetzungsarbeiten geworden, aber auch Aufträge für Dauerwellen, Nagelmodellage, Fitnesstraining und Steuererklärungen werden ausgeschrieben. Häufig bieten Hausfrauen und Mütter bei diesen Ausschreibungen mit und betreiben so eine selbstständige Nebentätigkeit oder bereiten sich auf ihren Wiedereinstieg in den Beruf vor. Insgesamt ist der Anteil der weiblichen Bieter bei Auftragsbörsen laut der Betreiber im letzten Jahr stark gestiegen, sie nutzen die Möglichkeiten der Vermittlung bei der Jobsuche zunehmend lieber.
Darüber hinaus nutzen Existenzgründerinnen die Möglichkeiten, die ein Handwerker Portal bietet, um aktiv Aufträge zu suchen und einen Kundenstamm aufzubauen. Viele schätzen diese Vorgehensweise als aussichtsreich ein und ziehen sie sogar einer Listung im Branchenbuch vor.
Das alles ist ein Zeichen für die zunehmende Institutionalisierung der Auftragsvergabe im Internet und zeigt, dass alle Beteiligten, die sich an die Spielregeln halten, von der unkomplizierten und transparenten Abwicklung profitieren.
Elke Lohre