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Goldmünzen Österreich

Österreich blickt auf eine traditionsreiche Vergangenheit in Bezug auf Goldmünzen zurück.
Bereits unter der Regierungszeit (1848-1916) von Franz Joseph I. (18. August 1830 – 21. November 1916) prägte Österreich ab 1872 zwei, bis heute, bekannte Goldmünzen. Die Dukaten wurden aus 986er Gold hergestellt und wogen etwa 3,5 g (1 Dukat) bzw. 13,96 g (4 Dukat).
Die Bedeutung als offizielles Zahlungsmittel ist umstritten, sicher ist hingegen, dass sie seit 1858 nach kaiserlichem Patent nicht mehr als solches gelten durften. Das Ansehen als Handelsgoldmünze hingegen haben sie nie verloren und so werden auch heute noch Nachprägungen der kaiserlichen Dukaten durch die „Münze Österreich“ angefertigt. Gehandelt werden diese Münzen zum Goldpreis und dienen somit hervorragend als Anlagemöglichkeit oder als Geschenk mit historischen Hintergrund.

An diese geschichtliche Tradition hat Österreich ab dem Jahr 1989 mit der Herausgabe der Goldmünzenserie „Wiener Philharmoniker“ angeknüpft. Die Anlagemünzen erfreuten sich bereits in „Schilling-Zeiten“ einer großen Beliebtheit, vor allem in Europa. Das mag zum einen darauf zurückzuführen sein, dass europaweit nur die Alpenrepublik Bullionmünzen prägt, anderseits sind die Münzen sehr kunstvoll gestaltet, sie zeigen auf der Wertseite die Orgel im goldenen Saal der Philharmonie und auf der Bildseite eine Auswahl von Musikinstrumenten, und sind somit auch bei Münzsammlern überaus beliebt. Nicht zu vergessen ist natürliche die absolute Feinheit des Goldes, denn 999,9/1000 reines Gold wird nicht oft verarbeitet. Aufgrund des Erfolges der Serie entschied man sich 1991 in Wien (Sitz der österreichischen Prägestätte) neben den bereits vorhandenen Stückelungen: 1 Unze und 1/4 Unze auch noch eine 1/10 Unze Goldmünze anzubieten. 1994 folgte dann noch 1/2 Unze Münze. Bei diesen Einheiten ist es bis heute geblieben. In Folge der Euroeinführung 2002 hat man lediglich den Nennwert von Schilling in Euro angepasst. Das Motiv der momentan erfolgreichsten Goldmünze Österreichs ist jedoch seit der Erstausgabe 1989 unverändert geblieben.

Karsten Scholz

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