Goethes Studienzeit und seine Liebe zu Sprichwörtern
1757 beginnen die Engländer mit der Unterwerfung Indiens. Am 3. September des gleichen Jahres wird eine Person geboren, die in Goethes Leben eine sehr wichtige Rolle spielen wird – Herzog Karl-August kommt in Weimar auf die Welt. Und noch eine für Goethe wichtige Person erblickt 2 Jahre später, am 10. November 1759 das Licht der Welt, er wir später Goethes Freund – Friedrich Schiller.
Drei Jahre später erlangt Sophie von Anhalt-Zerbst als Katharina II. die Macht im Zarenreich Rusland. Auch ist diese Zeit von 2 bedeutenden Erfindungen geprägt. Um 1764 erfindet der Engländer James Watt die Dampfmaschine und der Weber James Hargreavs die Spinnmaschine „Jenny“. Aus dieser Zeit stammt wohl auch das Sprichwort Aus dem Nähkastchen plaudern.
Der mittlerweile 16-jährige Goethe besucht von 1765 – 1768 die Universität in Leipzig. In Leipzig lernte er Anna Katharina Schönkopf, genannt Kätchen, kennen und verliebte sich in sie. Ebenfalls in Leipzig, erlebt er die Premiere von Lessings „Minna von Barnhelm“ und schreibt „Die Laune der Verliebten“. Auf Grund einer Erkrankung kehrt Goethe im August des Jahre 1768 nach Frankfurt zurück. Dort liest er viel Shakespeare und beschäftigt sich mit Paracelsus. Er schreibt an „Die Mitschuldigen“.
Zwei Jahre nach seiner Rückkehr, setzt er sein Studium in Straßburg fort. Dort promoviert er zum Lizentiaten der Rechte. Bereits während seiner Zeit in Straßburg lernt er den Sprichwort-Forscher und Philosophen Johann Gottfried Herder kennen. Er begegnet der Pfarrerstochter von Sessenheim, Frederike Brion, und entflammt in Liebe zu ihr. Goethes Drang zu dichten, brach wieder hervor, es entstanden die „Sessenheimer Lieder“. Die wohl bekanntesten Stücke daraus sind: „Das Heideröslein“ und „Willkommen und Abschied“.
Doch Goethe ist ein unruhiger Geist, es zieht ihn erneut in die Welt.