Geschlossene Fonds
Als Anleger hat man die Wahl, investiert man lieber in einen geschlossenen Fonds oder in einen so genannten offenen Fonds? Der heutige Fondsmarkt bietet eine Reihe von attraktiven Angeboten. Hat man sich für einen geschlossen Fonds entschieden, so sollte man auch wissen was das ist:
Ein geschlossener Fonds wird in der Regel als Kommanditgesellschaft mit beschränkter Haftung konzipiert. Die Fondsanteile werden dabei über einen bestimmten Platzierungszeitraum hinweg angeboten. Wenn die geplante Eigenkapitalquote erreicht ist, wird der Fonds dann geschlossen. Als typische geschlossene Fonds gelten zum Beispiel Schiffsbeteiligungen. Mit dem von verschiedenen Anlegern einzahlten Kapital wird bei dieser Form der Kapitalanlage die Emissionskosten bezahlt und die Anlagegüter dann gegebenenfalls unter dem Einsatz von zusätzlichem Fremdkapital beschafft.
Die Mindesteinlage ist von Fonds zu Fonds unterschiedlich und wird von den Fondinitiatoren vorgegeben. Bei einer Schiffsbeteiligung betragen die Einlagen in der Regel 10.000 Euro, 20.000 Euro oder 50.000 Euro. Wobei es auch Beteiligungen gibt, in die man in einer Stücklung von 5.000 Euro investieren kann. Bei einer Schiffsbeteiligung ist das Kapital des Anlegers dann für einen Zeitraum von mehreren Jahren gebunden – in der Regel beträgt dieser 10 bis 16 Jahre, bzw. 5 bis 20 Jahre.
Bis noch vor kurzem standen die Chancen schlecht, wenn ein Anleger früher über seine Einlage verfügen wollte, weil er zum Beispiel sein Portofilo grundsätzlich geändert hat, denn die Fondsgesellschaften selbst kaufen die Anteile nicht zurück. Heute existiert insbesondere für geschlossene Fonds ein so genannter Zweitmarkt, auf dem verkaufswillige Anleger grundsätzlich gute Chance zu einem guten Preise ihre Anteile zum Beispiel an Schiffsbeteiligungen an entsprechende Interessenten zu verkaufen.