Games on Demand – warum nicht kostenlos?
Spätestens seit dem Launch von gamesload.de von der Telekom-Tochter T-Online ist das Schlagwort „Games on Demand“ in aller Munde. Der geneigte Zocker hat bei diesem noch neuen Dienst sich nicht einmal mehr vom Sessel zu bewegen, die ausgewählten Computerspiele kommen – nach Bezahlung über das Internet mittels Kreditkarte oder Bankeinzug, versteht sich – blitzschnell auf den eigenen PC und können dann beliebig häufig gezockt werden.
Doch solcherlei Angebote haben viele Nachteile. Da kein physischer Datenträger existiert, müssen die bereits erworbenen Spiele nach einem Datenverlust (gewollte Formatierung oder etwa auch ein Festplattenschaden) meist erneut gekauft werden. Das ist frustrierend und unnötig, jedoch hat der Nutzer keine andere Wahl: Ausgeklügelte Sicherheitsmechanismen verhindern die Erstellung eines Backups auf einer CD oder DVD.
Weiterhin dauert der Download von Spiele bei häufig mehreren Hundert MByte bis hin zu einigen GByte pro Spiel abhängig von der Datenverbindung durchaus schon einmal eine Nacht lang und kann auch teuer werden, wenn der Nutzer nicht über eine Flatrate verfügt – Stromkosten fallen unabhängig dafür für alle an. Hinzu kommt, dass die Preise größtenteils schlicht überhöht sind und dieselben Spiele bei amazon & co für wesentlich weniger Geld erworben werden können. Zudem bekommt man hier sogar noch einen dekorativen wie nützlichen Datenträger. Kosten von EUR 30,- und mehr für ein Game, welches bereits mehrere Jahre auf dem Buckel hat, entbehren jeglicher Grundlage.
Eine zweckmäßige Alternative können dabei Flashgames aus dem Internet sein. Diese Onlinespiele sind nicht nur kostenlos, sondern auch wesentlich kleiner und leichter zugänglich als vollpreisige On-Demand Games, vor deren Start man oft ein – nur virtuell vorhandenes – Handbuch durchzuarbeiten hat.
Johannes Haupt