Fussball – Aufstieg der jungen Wilden
Das Jahr 2006 ist vorbei. Man muss nicht lange überlegen, um zu wissen, dass im Jahr 2006 die Weltmeisterschaft in Deutschland war. Was hat sie dem deutschen Fußball gebracht?
Beginnen wir noch einige Zeit vor der WM. Die Nachfolge des Nationaltrainers wurde heiß diskutiert.
Sammer? Hitzfeld? Matthäus? Oder doch Daum?
Nein es wurde „Grinse“ - Jürgen Klinsmann, und er holte Jogi Löw als Bundestrainer und Oliver Bierhoff als Teammanager mit ins Boot.
Sie standen lange 2 Jahre in der Kritik. Da wurde mit neumodischen Traingsmethoden trainiert (Balettbänder etc.), da war der Wohnort Klinsmanns (Kalifornien) und die Begründung das Er zu weit weg sei vom Geschehen, und schließlich der große Aufschrei als Klinsmann den Hockeyexperten Peters mit in sein Team integrieren wollte.
Keiner wollte an das junge Team der Deutschen Mannschaft glauben. Klinsmann, Löw und Co. ließen sich aber nicht von den häufigen Negativaussagen einiger Bundesligatrainer aus der Ruhe bringen und setzten weiter auf die jungen Spieler. Sie sollten es richten. Tatsächlich schafften sie es auch bis ins Spiel um Platz 3 und begeisterten ganz Fussball Deutschland. Das ausgegebene Ziel: Weltmeister wurde zwar nicht erreicht, dennoch wurde der 3. Platz genauso gefeiert, als ob man Weltmeister geworden wäre.
Der Jugendtrend sollte sich ab diesem Zeitpunkt auch in der Fussball Bundesliga fortsetzen.
Auch, wenn bis dato nur Hertha BSC, der VFB Stuttgart und wenige andere Teams der höchsten Spielklasse im deutschen Fußball schon auf die eigene Jugend vertrauten, so nahm nun fast die komplette Bundesliga den Erfolg zur Kenntnis, um selbst junge Talente in Ihre Elf zu integrieren..
Heute stehen deutlich mehr junge, deutsche Spieler, als noch vor der WM, auf dem Fußballplatz eines Bundesligastadions.
Dieser Trend scheint sich vorerst weiterzuentwickeln und hoffentlich auch auf die nächsten Generationen auszuwirken.
In einigen Fußball-Foren wird jetzt schon über die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz diskutiert.
Vor allem aber auch über die Entwicklung des deutschen Teams, unter unserem neuen Nationalcoach Jogi Löw.
Jugend statt „altes Eisen“ zur Zeit die Devise im deutschen Fußball.
André Daub