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Emmentaler – oft kopiert, nie erreicht

Wer sich einen Reiseführer Schweiz durchliest, wird neben Informationen zu den Alpen auch einiges über die Käseherstellung lesen. Eine Sorte sticht dabei besonders heraus: Emmentaler. In Deutschland wird er auch als Schweizer Käse bezeichnet. Ursprünglich wurde er nur in der Schweiz hergestellt, mittlerweile wird er weltweit in verschiedenen Varianten produziert. Mit der ursprünglichen Sorte haben die meisten Variationen von den Löchern abgesehen nichts mehr zu tun. Vor allem im Geschmack gibt es sehr große Unterschiede.
Der Emmentaler stammt, wie der Name schon sagt, aus dem Emmental. Bis zu Beginn des 19. Jahrhundert wurde er traditionell aus Rohmilch und in 70- bis 120-Kilo-Laiben gekäst. Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Sorte außerhalb der Schweiz produziert. Da die Grundlage für den Markenschutz erst 1882 gelegt und die Schweizerische Käseunion erst 1920 gegründet wurde, konnte der Name nicht geschützt werden. Versucht hatte es die Käseunion dennoch, scheiterte aber. Später gelang es immerhin, die Begriffe Emmentaler AOC beziehungsweise Emmentaler Switzerland zu schützen. Sie bezeichnen das Original, das immer aus Rohmilch hergestellt wird und mindestens vier Monate lang gereift ist. Original Emmentaler wird traditionell in Dorfkäsereien und handwerklich hergestellt. Wer einen Schweiz Urlaub macht, sollte sich den Besuch in solch einer Käserei nicht entgehen lassen. Erst hier wird er den Unterschied zum industriell hergestellten Käse richtig schmecken.
Der Emmentaler ist so bekannt, dass er Teil bekannter Sprichwörter geworden ist. Wenn eine Absperrung zum Beispiel sinnlos ist oder ein Sicherheitssystem nicht funktioniert, wird gerne gesagt, diese Dinge seien löchrig wie Emmentaler beziehungsweise löchrig wie Schweizer Käse.

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