Einsatzbereiche für Hand- Hobelmaschinen
Unter dem Oberbegriff Hobelmaschine finden sich als kleinste Ausführungen die so genannten Handhobel. Die manuellen Hobel werden per Muskelkraft bedient, wobei der Anwender die Hobelmaschine auf einem Holzstück entlang schiebt und das fest sitzende Hobelmesser dabei die oberste Schicht abträgt. Hierbei dient ein Stellrad oder ein Holzkeil zur Justierung der Hobelmesser, je weiter es dabei aus der Hand- Hobelmaschine herausragt, desto mehr Holz wird pro Schub abgetragen.
Dieser Hobel eignet sich vor allen Dingen dann, wenn nur kleinere Abmessungen bearbeitet werden müssen und eine absolut saubere Oberfläche nicht unbedingt notwendig ist. Der große Vorteil ist natürlich, dass eine solche Hobelmaschine an jedem Ort benutzbar ist, da auf einen Stromanschluss verzichtet werden kann.
Neben dem manuellen gibt es natürlich auch noch den elektrischen Handhobel. In diesem Gerät ist schon eine kleine Messerwelle vorhanden, die durch eine hohe Umdrehungszahl der Messer für einen sauberen Spanabtrag sorgt. Der Einsatz erfordert kaum Muskelkraft und auch das Ergebnis der Hobelarbeit wird gleichmäßiger. Bei dieser Hobelmaschine sollte man vor dem Kauf jedoch darauf achten, dass Standard Hobelmesser in das System passen, da es sonst sehr schwer werden könnte die Hobelmesser zu einem späteren Zeitpunkt nachzukaufen.
Hobelmaschinen in dieser Ausführung eignen sich somit hervorragend, wenn lediglich die Oberfläche bearbeitet werden soll. So z.B. für Reparatur- und Ausbesserungsarbeiten z.B. im Schiffs- und Bootbereich oder bei Treppenstufen und Geländern. Auch dort wo das zu bearbeitende Werkstück fest eingebaut ist und nicht auf konventionellen Hobelmaschinen bearbeitet werden kann, spielen Handmaschinen Ihre Stärke aus. Für großflächige Holzbearbeitungen sind diese Maschinen jedoch nicht geeignet, da die maximale Breite auf 50-100 mm begrenzt ist und bei breiteren Flächen Absatzspuren auf der Oberfläche hinterlassen, die dann zum Beispiel mit Schleifpapier manuell nachbearbeitet werden müssen.
S.Meyer