Eine Detektei gründen
Detektive finden in Deutschland nur sehr schwer einen Arbeitsplatz im Angestelltenverhältnis. Deshalb sehen viele der Ermittler ihren einzigen Ausweg, um doch noch im gewählten Beruf tätig werden zu können, darin, sich mit anderen zusammenzutun und eine eigene Detektei zu gründen. Natürlich gibt es hier auch ganz verbissene Einzelkämpfer, die sich alleine selbstständig machen. Allerdings können nur wenige von ihnen das nötige Kapital mitbringen.
Genauso wie bei jeder anderen Geschäftseröffnung ist es wichtig, sich auch bei der Gründung einer Detektei vorher eingehend zu informieren. An erster Stelle sollte die Frage danach stehen, welche Dienstleistungen hauptsächlich gefragt sind. Ist es aufgrund einer solchen Marktanalyse sinnvoller eine Wirtschaftsdetektei zu eröffnen oder wird die Privatdetektei doch mehr Aufträge bringen? Diese und ähnliche Fragen müssen unbedingt vor der Eröffnung des Unternehmens geklärt werden. Weiterhin sollte sich der künftig selbstständige Detektiv auch mit der Buchhaltung, steuerrechtlichen Fragen und dem Marketing auskennen. Denn nur mit gezieltem Marketing wird es möglich sein, die Detektei auch so bekannt zu machen, dass sie Aufträge erhält. Dies ist insbesondere deshalb so wichtig, weil es mittlerweile Detekteien wie Sand am Meer gibt.
Sollte sich der Detektiv nicht mit diesen lebenswichtigen Fragen in der Unternehmensführung auskennen, sollte er sich nicht scheuen, sich hierfür fachlichen Beistand zu holen. Dies kann ein Steuerberater sein, aber auch eine Werbeagentur, die den Bekanntheitsgrad der neuen Detektei erhöht. Sinnvoll ist der Einsatz einer solchen sowieso, da ja erst einmal ein Logo entworfen werden muss.
Allein an diesen Vorbereitungen zur Gründung einer Detektei kann man sehen, dass es auch hier unabdingbar ist, das nötige Eigenkapital zur Hand zu haben. Am einfachsten erreicht man möglichst viel Kapital übrigens im Verbund. So können sich mehrere Detektive zusammentun und eine Detektei gründen. Dies bietet weiterhin den Vorteil, dass die Aufgaben auch entsprechend verteilt werden können. Während der eine ein wahres Zahlengenie ist, wird der andere vielleicht lieber die Schreibarbeit übernehmen. So kann man sich die Arbeit teilen und muss auch bei einem größeren Auftragsansturm nicht unbedingt sofort weiteres Personal einstellen, was wiederum zu enormen Kosten führen würde. Denn bei einem angestellten Detektiv werden, wie bei jedem anderen Arbeitnehmer zusätzlich zum Lohn die Sozialabgaben fällig. Und auch der Urlaub muss bezahlt werden, ebenfalls evtl. auftretende Krankheitstage.
Autor: Daniel Keppler
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