Dispositionskredit und Ratenkredit
Banken verdienen ihr Geld in erster Linie mit der Herausgabe von Krediten. Um dies zu fördern, erhält jeder bonitätsmäßig einwandfreie Kunde auf seinem Girokonto einen Dispositionskredit, der durchschnittlich in Höhe des doppelten bis dreifachen Nettoeinkommens vergeben wird. Die Kreditvergabe erfolgt zudem automatisch, die Beantragung durch den Kunden ist meist nicht mehr nötig.
Viele Kunden nutzen diese Angebote sehr gern, um kurzfristige Überschneidungen von Gehaltseingang und Abbuchung zu überbrücken. Doch oft wird mit dem Dispositionskredit auch die nächste Autorechnung oder die Bezahlung des neuen Fernsehers finanziert. Kunden, die ihren Dispositionskredit so sehr weit ausschöpfen, haben mitunter Probleme, diesen zurückzuführen. Der Grund hierfür liegt in der Unübersichtlichkeit, der lediglich quartalsmäßen Abrechnung der Zinsen und in den fehlenden Raten, denn die Rückführung erfolgt durch die monatlichen Gehaltseingänge. Zudem liegen die Zinsen für einen Dispositionskredit bei Filialbanken durchschnittlich bei 13-15% p.a. effektiv. Hier wird also für sehr viel Geld Kredit in Anspruch genommen.
Wer eine günstigere und übersichtlichere Form der Rückzahlung sucht, sollte einen Ratenkredit nutzen. Mit dieser Finanzierungsform bekommt man für deutlich weniger Geld Kredit in der gleichen Höhe. Zudem wird dieser in gleichbleibenden monatlichen Raten zurückgeführt. Die Verzinsung des Ratenkredites richtet sich nach der Kreditwürdigkeit, der so genannten Bonität des Kunden. Je besser diese ist, desto geringer wertet die Bank das Ausfallrisiko, desto geringer sind dann auch die Zinsen. Sie liegen für diese Kreditart zwischen 4% und 12% p.a., abhängig von Kredithöhe und Laufzeit.
Günstige Ratenkredite sind zudem im Internet zu finden. Sie werden von Direktbanken angeboten, die ihre Kostenvorteile (fehlende Filialen, geringere Mitarbeiterzahl) durch niedrige Zinsen an die Kunden weitergeben. Auch mit diesen Krediten ist die Ablösung des Dispositionskredites, und somit die Umschuldung, möglich.
Autor: Thomas A.Muecke