Die Zukunft der Baubranche oder: Wo ein solides Fundament besonders wichtig ist
Sie ist immer noch ein ganz wichtiges Fundament der deutschen Wirtschaft: Die Baubranche. Auch wenn seit den 90er Jahren die Zahl der neu gebauten Privathäuser rapide abgenommen hat, ist die Branche, sowohl was die Zahl ihrer Beschäftigten als auch was ihren Umsatz anbelangt, immer noch ein ganz entscheidender Faktor.
Damit das so bleibt, müssen sich die Bauunternehmen allerdings anstrengen und alles daran setzen, den guten Ruf, den sie weltweit genießen, zu erhalten. Denn Tatsache ist: Deutsche Gebäude gelten, was ihre Qualität anbelangt, ganz ohne Zweifel zur absoluten Weltspitze. Tatsache ist jedoch auch, das diese Qualität in den letzten Jahren gelitten hat. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Qualität der Azubis (und damit auch automatisch die der fertigen Gesellen) abgenommen hat. Da wird schon mal ein Parkett unfachmännisch abgeschliffen; und wenn man den Begriff Bodenplatte mit Fußbodenheizung fallen lässt, versteht so mancher künftige Handwerker nur Bahnhof. Was das für die Bauindustrie heißt, ist offensichtlich: Sie muss sich in Zukunft noch stärker der Aus- und Weiterbildung ihrer Beschäftigten widmen, denn diese sind nun einmal das Fundament jeder erfolgreichen Geschäftstätigkeit. Gefragt sind hierbei nicht nur die großen, teilweise international agierenden Mitglieder der Bauindustrie, sondern (gerade) auch der vergleichsweise kleine Bauunternehmer.
Denn zusammengenommen bilden die vielen Kleinen – genauso wie in anderen Wirtschaftszweigen - immer noch das Herz der Branche. Ohne sie läuft gar nichts; aber gerade deshalb tragen sie auch eine besonders große Verantwortung. Bleibt zu hoffen, dass sie sich dieser bewusst sind, damit es auch in Zukunft heißt: „Parkett?“ „Abschliff fertig“! und „Bodenplatte mit Fußbodenheizung?“ „Einbau abgeschlossen!“