Die VVG Änderungen bergen große Hoffnung für deutsche Versicherte
Das Zauberwort der modernen Versicherungswelt ist wohl die Transparenz. Denn genau an dieser fehlte es in der Vergangenheit in weiten Teilen. Angefangen bei Kosten, die für Versicherte ganz plötzlich und unerwartet nach Abschluss einer Police anfielen, weil die Versicherung die betreffenden Klauseln verschweigen konnte, bis hin zu mangelhafter Aufklärung durch die Berater der Gesellschaften, die eher an Profit als an zufriedenen Versicherten interessiert waren. Doch von der VVG Reform versprechen sich nun gerade die Verbraucherschützer und Politiker grundlegende Verbesserung der Stellung der deutschen Versicherungsnehmer. Kleingedrucktem aufzusitzen, wird nach der Korrektur des VVG kaum noch möglich sein. Alles, was die Berater ihren Kunden im Beratungsgespräch mitteilen, wird von nun an umfassend schriftlich festgehalten werden. So entfallen nicht nur Missverständnisse. Auch die Beweispflicht, dass ihnen etwas vorenthalten wurde während der Beratung, wie es immer wieder berichtet wird von leidtragenden Versicherten, ist nun problemlos möglich. Ein weitere Aspekt, der Versicherte in eine bessere Ausgangssituation bugsiert, ist die Tatsache, dass die Agenturen nur noch schriftlich getätigte Aussagen ihrer Mandaten nutzen dürfen, um die zu erwartenden Risiken einzuschätzen, die eine Aufnahme eines bestimmten Kunden aus finanzieller Sicht für die Versicherungen mit sich bringt. Dennoch müssen die Versicherten natürlich korrekte Angaben machen, wenn es etwa um die medizinische Vorgeschichte geht. Andernfalls haben die Versicherungen eine Frist, innerhalb derer sie ihr Recht auf Rückerstattung geltend machen können. Der wesentlichste Punkt der VVG Reform ist in jedem Fall die Pflicht zur Information auf Seiten der Gesellschaften. Diese sind nun gesetzlich verpflichtet, die Kunden genau aufzuklären über jeden Teilaspekt der Versicherungsverträge.
Autor: David Unzicker