Die Luxusuhr als Krönung aller Uhren
Luxus ist Definitionssache. Es gibt Luxus, der die Lebensfreude des Besitzers vor allem durch seine Wirkung nach aussen steigert. Die vergoldeten Radkappen oder das mit Diamanten besetzte Handy gehören in diese Kategorie. Luxus als Ausdruck von “Unsereins kann sich sowas schließlich leisten”.
Luxusuhren gehören in einen anderen Bereich. In denjenigen der Kenner und stillen Genießer, die sich auch dann an einem Kunstwerk erfreuen, wenn kein anderer große Augen bekommt und nach dem Preis fragt. Bei Luxusuhren wäre diese Frage allerdings durchaus angebracht. Die Preisspanne beginnt bei dem Äquivalent eines Kurzurlaubs und endet bei dem Gegenwert eines Sportwagens. Dafür hat der Käufer die Befriedigung, einen Mythos am Handgelenk zu tragen.
Natürlich werden auch Luxusuhren mit den äußerlich sichtbaren Zeichen des Reichtums versehen. Möglich ist alles, was das Herz begehrt, der Geldbeutel hergibt und der Geschmack wünscht.
Aber das ist nur ein Nebeneffekt. Schon die Tatsache, dass das optisch unspektakuläre Titan, das teurer ist als Gold, häufig zum Einsatz kommt, zeigt die Richtung. Doch auch die edle Golduhr ist weiter gefragt. Bei Luxusuhren zählen letztlich aber auch innere Werte. In einem schmalen Gehäuse arbeitet eine Technik von höchster Präzision. Meisterschaft des Uhrmacher-Handwerks, die sich in der Schönheit der absoluten mechanischen Perfektion niederschlägt.
Der Besitzer einer solchen Luxusuhr hat die Gewissheit, dass ihn sein Zeitmesser in keiner Situation in Stich lassen wird. Bevor die Uhr in den Verkauf kam, musste sie schlimmere Prüfungen über sich ergehen lassen als ihr späterer Träger überhaupt überleben würde. Er kann sicher sein, dass jedes Schräubchen, jedes winzige Zahnrad mit Sorgfalt und Können zu einem kleinen mechanischen Wunderwerk zusammengesetzt wurde. Kenner und Könner schaffen hier etwas für Liebhaber und Bewunderer.
Ob in arktischer Kälte oder der brütenden Hitze der Sahara - eine Luxusuhr tickt unbeeindruckt weiter.