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Die Kreditkarte für alle? Die prepaid Kreditkarte!

Die lange Geschichte der Kreditkarte

Die Kreditkarte wurde in den USA „geboren“, um ursprünglich nur als Zahlungsmittel von Hotelgästen benutzt zu werden. Erst später durfte die Kreditkarte als Zahlungsmittel auch für andere Waren und Dienstleistungen benutzt werden. Europa hat diese praktische Erfindung Ende der 50er Jahre erreicht.

Das Model der klassischen Kreditkarte

Die klassische Kreditkarte funktioniert folgendermaßen: Der Kunde stellt bei der Bank einen Kreditkarteantrag, in dem er neben seinen persönlichen Daten seine Bankverbindung und Angaben über seine finanzielle Situation machen muss. Vorrangige Voraussetzungen, eine Kreditkarte zu bekommen, sind das regelmäßige Einkommen und die Bonität. Nach einer erfolgreicher Abfrage bei der Schufa, wird die Kreditkarte gewährt. Je nach Einkommenshöhe bekommt der Antragsteller einen unterschiedlich hohen Kreditrahmen. Für die Kreditkarte wird ein so genanntes Referenzkonto eröffnet, auf das die Käufe mit der Kreditkarte erstmals gebucht werden. Einmal monatlich erfolgt die Abrechnung, bei der der Gesamtbetrag der Käufe mit der Kreditkarte vom Girokonto des Karteninhabers abgebucht wird.

Eine Kreditkarte kostet in der Regel eine Jahresgebühr, die vom Anbieter zu Anbieter unterschiedlich hoch ist. Es gibt jedoch auch kostenlose Kreditkarten, wie z. B. für alle Betriebsangehörige eines Unternehmens.

Vorteilhaft kann es für den Karteninhaber sein, Guthabenzinsen auf dem Referenzkonto angeboten zu bekommen. Überweist er einen Betrag auf dieses Konto, wird dieser verzinst. Vom Girokonto wird erst dann abgebucht, wenn der Betrag auf dem Referenzkonto verbraucht ist.

Viele Kreditkartenanbieter erfreuen ihre Kunden mit zusätzlichen Serviceleistungen, wie Versicherungen und Vergünstigungen, wenn eine Reise mit der Karte bezahlt wird.

Sehr ärgerlich und schmerzhaft kann es werden, wenn die Kreditkarte verloren und gestohlen wird. Sie muss möglichst schnell gesperrt werden, um den Schaden zu minimieren.

Die Alternative zur klassischen Kreditkarte, die Kreditkarte für alle

Ein neues modernes Model Kreditkarte ist die prepaid Kreditkarte. Wie schon der Name es verrät, geht es um eine Karte, die auf Guthabenbasis gewährt wird. Der Antragsteller muss nur über 18 Jahre alt sein und ein Referenzkonto eröffnen, auf dieses einen Geldbetrag überweisen oder einzahlen, um dann davon die Karte aufladen zu können. Da diese Karte ihrer Funktion nach keine echte Kreditkarte ist (es wird mit ihr nicht wirklich „auf Kredit“ bezahlt), wird sie auch als, „Guthabenkarte“, „Debitkarte“, „Kreditkarte zum Aufladen“, oder auch als „Schufafreie Kreditkarte“ bezeichnet.

Die wichtigsten Vorteile der prepaid Kreditkarte liegen auf der Hand:

  • Ohne Bonitätsprüfung und Schufaprüfung erhältlich
  • Bei negativen Schufa erhältlich
  • Keine Kontoüberziehung droht
  • Begrenzter Geldverlust, wenn die Karte verloren und gestohlen wird
  • Breite Akzeptanz als Zahlungsmittel
  • Bargeldabhebung an Geldautomaten möglich
  • Manche Anbieter gewähren Guthabenzinsen auf dem Referenzkonto
  • Manche Anbieter bieten freie Designwahl der Karte an

Einige Minuspunkte birgt die prepaid Kreditkarte jedoch auch:

  • Die Jahresgebühr liegt etwas höher als bei der klassischen Kreditkarte und ist unterschiedlich von Bank zu Bank
  • Das Bargeldabheben ist kostenpflichtig
  • Das Bezahlen im Ausland ist kostenpflichtig
  • Die Ersatzkarte ist kostenpflichtig

Eine prepaid Kreditkarte kann auch als Zusatz zur klassischen Kreditkarte beantragt werden.

Winfried Strauss
Strauss & Meier GbR

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